Südkorea

(Stand Oktober/November 2014)

Südkorea ist grundsätzlich ein einfaches uns sehr sicheres Reiseland, welches punkto Infrastruktur mit der Schweiz oder Deutschland zu vergleichen ist. Als Ausländer ist man sehr willkommen. Es gibt praktisch überall jemand, der ein paar Brocken Englisch kann. Entsprechend ist es auch nicht schwierig, Bustickets zu kaufen oder Essen zu bestellen. Einziger Nachteil: Es ist ein ziemlich teures Reiseland.

Kein anderes Land hat so einen guten Service für Touristen wie Korea: An jedem Bahnhof, Busterminal, Flughafen etc. gibt es Touristeninformationen, welche einem auf Englisch beraten und gratis hervorragendes Kartenmaterial abgeben. (Sogar Postkarten kriegt man gratis!) Bei Problemen/Fragen kann man rund um die Uhr die Telefonnummer 1330 anrufen, die einem weiterhelfen.

Besonders wertvoll ist die Homepage vom koreanischen Tourismusbüro, die einem in verschiedenen Sprachen alles erklärt, was wichtig ist: http://www.visitkorea.or.kr (auf Englisch oder Deutsch).

Reisen:

Die Intercity-Busse sind äusserst bequem und und pünktlich und daher sehr zu empfehlen. Zwischen den Städten verkehren auch Hochgeschwindigkeitszüge, welche ebenfalls sehr zu empfehlen sind (haben wir aber selber nicht benutzt). In Metros und Nahverkehrsbussen sind die Anzeigen/Ansagen meist auch am Englisch.

Essen:

Die Preise fürs Essen sind vergleichbar mit der Schweiz. Die Restaurants sind sauber, und die Qualität ist sehr gut.

Im Restaurant kriegt man zu jedem Hauptgang eine Suppe sowie verschiedene Teller mit „Begleitspeisen“ in allen Farben, Formen und Geschmacksrichtungen. Kimchi (in scharfer Sauce eingelegter Kohl) gehört in Korea immer dazu.

Korea ist eine Halbinsel. Entsprechend gibt es eine grosse Auswahl an frischen Fischen und Meeresfrüchten (die aber ihren Preis haben).

Auf jeden Fall probieren muss man „Sochu“, ein alkoholhaltiges Getränk, das in Kneipen und Bars serviert wird. (Vorsicht: Man ist damit viel schneller betrunken als einem lieb ist – und die anschliessenden Hagover sollen äusserst unangenehm sein…)

Unterkünfte:

Die besten Erfahrungen haben wir einmal mehr mit http://www.airbnb.com gemacht. Auch die Guesthouses/Hostels sind in Korea zu empfehlen.

Unser Tip für Städte sind aber ganz klar die Love-Motels:

Sie sind die absolut sauberste und preiswerteste Variante um in Korea zu übernachten.

Man findet sie praktisch in jeder Stadt um die Busterminals oder Bahnhöfe. Sie sind zu erkennen an den vielen farbigen und blinkenden Lampen und Neonröhren und an den klangvollen Namen. Die Garagen sind oft mit einem Vorhang bedeckt, damit man von aussen die Autos nicht erkennen kann.

Die Einheimischen benutzen die Love-Motels vor allem, um ihre Liebesaffären geheim zu treffen, da sie äusserst anonym sind (die Receptionistin sieht man nur durch ein kleines Fenster – oder man benützt den Check-in-Automaten in der Tiefgarage). Im günstigen Preis von 25 – 40 USD pro Nacht ist im Normalfall folgendes inbegriffen:

  • riesiger Fernseher mit Video on demand
  • Computer
  • Minibar mit Getränken (kein Alkohol)
  • Necessaire mit allem was man braucht
  • Popcorn
  • Benützung von Bademantel, Tüchern, Shampoo…

Je nachdem in welchem Hotel man sich befindet, lohnt sich das Geld alleine schon für die Zimmerdekoration.

Ein besseres Preis-Leistungsverhältnis zum Übernachten gibt es nirgendwo sonst auf der Welt!!!

(Obwohl die Love-Motels vom ursprünglichen Sinn und Zweck als Stundenhotels gedacht sind, kann man sie nicht mit europäischen Stundenhotels vergleichen: Sie haben NICHTS anrüchiges, obszönes oder schmuddeliges – im Gegenteil, sie sind sehr elegant und stylisch eingerichtet. Zudem gehören sie zu den saubersten Hotels, die wir weltweit je gesehen haben.)

Obwohl jeder Koreaner diese Hotels kennt, spricht man nicht gerne darüber. Wenn man sie suchen will, hält man am besten die Augen offen an Busterminals und Bahnhöfen. Besonders in der Nacht, wenn sie in allen Farben blinken, sind sie einfach zu finden.

Jeju Island:

Ein Besuch dieser Insel gehört zu jeder Koreareise! Günstige Flüge kauft man übers Internet oder man geht einfach zum Flughafen und besteigt den nächsten Flieger. Je früher man bucht, desto günstiger. Flüge am Nachmittag an Di, Mi oder Do sind grundsätzlich günstiger.

Die Insel lässt sich am besten per Scooter oder Auto erkunden. Wichtig: Ohne Internationalen Führerausweis kann man weder Auto noch Scooter mieten!!!)

Autos muss man direkt am Flughafen mieten, Scooter kriegt man auch in Seogwipo (direkt neben dem weiter unten empfohlenen Backpacker’s Home-Hostel).

Um die Insel zu erkunden, richtet man sein „Hauptquartier“ am besten in Seogwipo im Süden ein und macht von dort aus Touren.

Die Sehenswürdigkeiten hat man in 4 – 5 Tagen gesehen. Wir haben uns aber auch nach 8 Tagen noch nicht gelangweilt!

Unterkunft: Nicht ganz günstig, aber garantiert die beste Adresse für Travelers ist das Hostel „Backpacker’s Home“ in Seogwipo (www.backpackershomejeju.com).

Mount Hallasan: Der Aufstieg dauert 3.5 Stunden, der steilere Abstieg 4 – 5 Stunden. Diese Wanderung ist ein Muss! (Am Morgen so früh wie möglich starten!!!)

Allgemein:

  • Die Koreaner sind sehr offen und interessiert an der westlichen Kultur. Ständig erhält man kleine Geschenke von ihnen oder wird zum Essen eingeladen. Wir empfehlen DRINGEND kleine Geschenke aus der Heimat (z.B. Schokolade) mitzubringen, die man als Dankeschön zurückgeben kann.
  • Zu Wanderungen und Ausflüge soll man möglichst früh am Morgen starten, um den riesigen Menschenmassen zu entfliehen!
  • Korea ist landschaftlich und von den Sehenswürdigkeiten wirklich kein Highlight. Es sind die Begegnungen mit den Menschen, die das Land garantiert unvergessen machen!

Unsere Reise (4Wochen):

  • Seoul
  • Sokcho (Seoraksan-Nationalpark)
  • Gyeongju (Viele historische Plätze. P.S: Die besten Love-Motels direkt hinter dem Bus-Terminal)
  • Daegu (Diese Stadt ist nichts besonderes. Aber die Flüge von hier nach Jeju sind sehr günstig.)
  • Busan (Pusan) – es lohnt sich, für diese Stadt genug Zeit einzuplanen.
  • Jeju Island

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