Reisetips Myanmar

Stand Dezember 2014

Allgemein

Myanmar wurde erst vor wenigen Jahren für den Tourismus geöffnet. Das Land ist deshalb noch sehr ursprünglich und nicht überrolt vom Massentourismus. Die Verhältnisse sind insgesamt ziemlich rückständig, doch es ist leicht zu erkennen, dass das Land mit riesigen Schritten aufholt und in die Zukunft schreitet. Wo jetzt noch Bambushotels stehen, werden in wenigen Jahren Betonblocks die Landschaft überragen, und lokale Märkte werden durch riesige Einkaufsmalls (finanziert durch ausländische Investoren) ersetzt. Es ist deshalb empfehlenswert, so bald als möglich nach Myanmar zu reisen, um dieses Land mit seinen freundlichen Bewohnern noch im ursprünglichen Zustand zu erleben.

Übernachten

Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt in diesem Land definitiv nicht! Die Anzahl der Touristen ist in den letzten Jahren markant gestiegen, die Qualität der Hotels hat sich aber nicht verändert (die „neue Hotelgeneration“ ist noch nicht fertiggestellt). Das Angebot ist entsprechend kleiner als die Nachfrage – deshalb muss man halt Preise bezahlen, die nicht der Leistung entsprechen. Die Zimmer sind sehr einfach ausgestattet, und in den Badezimmern verbringt man definitiv nicht freiwillig mehr Zeit als nötig.)

Ein Doppelzimmer kostet zwischen 20 bis 35 USD, meist mit Frühstück.

Hotels müssen grundsätzlich unbedingt einen Tag im voraus gebucht werden!!! (Wir durften in jedem Hotel gratis das Telefon benützten um Reservierungen fürs nächste Hotel vorzunehmen. Oder das Personal hat für uns angerufen.)

Hotel-Empfehlungen und Adressen geben wir im nächsten Abschnitt „Reisetips Ort für Ort“.

Auf die Internetverbindung darf man sich in Myanmar nie verlassen. Zwar hat in der Zwischenzeit jedes Hotel WiFi, doch die Qualität ist nie besonders gut.

Reisetips Ort für Ort

Inle Lake (Nyaung Shwe): Zu empfehlendes Hotel: Diamond Star Guest House, Phone: 09 5216443

Einfaches Hotel, äusserst freundliche und hilfsbereites Personal, gute Lage. Preis-Leistung passt.

(Wir kamen morgens um 6 an und durften bereits unser Zimmer beziehen, was hier nicht selbstverständlich ist.)

Im Hotel kann man auch Boots-Ausflüge, Bustickets etc. buchen.

Am Inle Lake muss man mindestens eine Sonnenuntergans-Bootstour und einen Tages-Bootsausflug gemacht haben.

Ansonsten eignet sich der Ort zum Wandern oder einfach zum Entspannen.

(Anscheinend ist der Ort auch Malaria- und Schlangen-frei.)

 

Mandalay: Zu empfehlendes Hotel: ET Hotel, Phone 02 66547 oder 02 65006). Im Zentrum, freundlich, unkompliziert. DZ für 25 USD.

Mandalay hat (abgesehen vom wunderschönen Namen und vom Mandalay Hill) nicht besonders viel zu bieten. Interessant sind vor allem die Vororte, die man am besten mit einer Taxi-Tagestour besucht. Folgenden Taxifahrer können wir sehr empfehlen: Mr. Thi Ha, Phone 09 – 43011581. Fährt sicher, spricht gut Englisch, toller Guide!

Wichtig: In Sagaing Hill unbedingt einen Zwischenstop bei „unserer“ Kloster- und Waisenschule „Aung Myae Oo“ einlegen (siehe Artikel auf unserer Homepage), ein paar hübsche Fotos von den jungen Mönchen/Nonnen machen und bitte etwas Geld für die Schule spenden. Herzlichen Dank!

Um ein weinig Abstand vom lauten, staubigen Mandalay zu kriegen, verreist man am besten in die nahegelegenen Hügel nach Pyin Oo Lwin (Grace Hotel 1, Phone 085 21230). Schön zum ausspannen, wunderbares (indisches!) Essen und frische Luft.

Wir haben uns 3 Tage dort erholt.

Yangon: Yangon hat viele schöne Pagoden, interessante Märkte etc. Spannend war die 3-stündige Stadtrundfahrt mit dem Pendler-Zug. (Das Hotel gibt Auskunft darüber.)

In unserem Hotel haben wir zu einem fairen Preis einen Fahrer für einen Tagesausflug nach Bago gebucht (wunderschöne Tempel, Pagoden etc). Diesen Ausflug können wir allen sehr empfehlen.

Direkt neben dem Hotel (Ausgang links, ca. 10 m, gelb-rotes Schild) befindet sich eine sehr sympathische Reiseagentur, wo man Bustickets oder Touren erwerben kann:

Tay Thi Yar Travels & Tours

Bagan: Da können wir kein Hotel empfehlen – alle, die wir gesehen haben sind schlecht und überteuert. Die Qualität kann in den nächsten Jahren nur besser werden…!!!

Wenn man die Tempelanlage bereisen will, empfehlen wir einen Taxifahrer für einen bis zwei Tage zu mieten (sehr vernünftige Preise). Im klimatisierten Auto machen die Ausflüge bestimmt mehr Spass. In der grossen Hitze sind Fahrten mit der Kutsche oder dem Fahrrad nicht besonders lustig. Auf jeden Fall soll auch der Mount Popa besucht werden.

Wir haben einen Halbtag mit der Kutsche gemacht für die nahe Umgebung und den Sonnenuntergang. Am zweiten (Bagan) und dritten Tag (Mount Popa) hatten wir einen Fahrer. Wir würden das auf jeden Fall wieder so machen.)

Am schönsten sind ganz klar die Sonnenauf- und Untergänge. Die Tempelanlagen und Buddhas hat man – ganz ehrlich! – ziemlich bald einmal gesehen. Es lohnt sich, grosszügige Mittagspausen einzulegen…

Trotz Massentourismus sind die Einheimischen immer noch sehr freundlich, und auch die Souvenirverkäufer sind alles andere als aufdringlich. Schade sind die schlechte Hotelqualität und manche Einheimsiche, die bereits nach „Money, Money, Mister!“ verlangen, kaum zückt man die Kamera.

Transport

Die Touristenorte sind alle günstig mit VIP-Luxusbussen erreichbar. Im Normalfall fahren diese bequemen Busse nur in der Nacht (was sicher ist).

Wichtig: Die Klimaanlagen sind immer zu kalt eingestellt, der Fernseher (Karaoke) viel zu laut und die Strassen oft kurvig. Deshalb: Auf jeden Fall Ohropax, Reisetabletten und warmen Pullover ins Handgepäck nehmen.

Die Busse lassen sich in jedem Guesthouse buchen.

Zwischen Mandalay und Bagan gibt es eine Bootsverbindung (in beide Richtungen). Die Reise dauert knapp 12 Stunden und ist äusserst erholsam: Guter Preis, hervorragender Service und schöne Landschaft.

Geld

In der Zwischenzeit gibt es in allen Touristenorten genug Bankomaten. Man kann praktisch überall mit der einheimischen Währung „Tschatt“ bezahlen. Es ist sicher ratsam, für alle Fälle einige USD dabei zu haben (diese müssen aber ungefaltet und unbeschrieben sein!).

Praktisch an allen Hotel-Rezeptionen kann man die USD zu gutem Kurs in Tschatt umtauschen.

Wir haben gleich am Flughafen am Bancomaten 300’000 Tschatt bezogen. Als dieser Vorrat zu Ende ging, haben wir angefangen, unsere USD umzutauschen.

Gut zu wissen

In die bekannten Touristengebiete (Yangon, Mandalay, Bagan, Inle Lake) kann man problemlos reisen. Die Städte sollen (angeblich!!!) auch malariafrei sein (wir haben uns aber nicht darauf verlassen).

Möchte man andere Gebiete bereisen, muss man u.U. beim MMT-Büro in Yangon eine Bewilligung einholen.

Wir wollten vom Inle-Lake nach Chang Rai/Thailand auf dem Landweg reisen, was aber für Touristen verboten ist (angeblich zu gefährlich).

Unsere Reise

  • Yangon (inkl. Bago)
  • Bagan
  • Mandalay
  • Pyin Oo Lwin
  • Inle Lake

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