Mongolei

Die Mongolei zu bereisen ist wirklich etwas ganz besonderes! Aber es dürfte nicht jedermanns Sache sein! Hier einige Punkte, die man wissen sollte:

  • Es ist sicher möglich, aber sehr schwierig, die Mongolei auf eigene Faust zu bereisen. Mit dem öffentlichen Verkehr kommt man so gut wie nicht an die Sehenswürdigkeiten. Es empfiehlt sich, eine Tour zu buchen oder einen Fahrer zu engagieren (siehe weiter unten „Empfehlungen“).
  • Man muss damit rechnen, dass man den grössten Teil der Ferien mit langen Fahrten verbringt. Das Reisen auf den holprigen Strassen kann sehr unangenehm sein. Ob in den üblichen russischen Minibussen oder im Luxus-Truck (wir durften beides ausprobieren): Es ist anstrengend und man wird garantiert durchgeschüttelt. Wer Rückenprobleme hat, sollte sich eine Reise durch die Mongolei zweimal überlegen.
  • Wer ein grosses Reisebudget hat, wird in Luxusjurten mit eigenem Bad/Dusche logieren. Dies ist aber sehr kostspielig! Die meisten Reisenden übernachten in sehr einfachen Jurten bei Familien auf harten Betten mit noch härteren Kissen. Das ist zwar unbequem, dafür ist es ein authentisches Reiseerlebnis, das sich auf jeden Fall lohnt.
  • Man muss unkompliziert sein: Wie im Artikel erwähnt, haben wir uns und unsere Kleider bei Kameltränken oder im Fluss gewaschen. Man muss längere Zeit ohne Dusche auskommen können! Toiletten sind – wenn überhaupt – einfachste Plumpsklos oder Löcher im Boden. Möchte man sein Geschäft im Freien verrichten, kann man sich nicht immer verstecken. (Man versucht sich halt so weit wie möglich von der Gruppe zu entfernen.) Aber dafür lernt man wirklich, unkompliziert zu sein.
  • In Ulan Bator gibt es eine grosse Vielfalt an tollen Bars und Restaurants. Ist man aber weg von der Stadt, wird die Verpflegung oft eintönig. Das Mongolische Essen der Nomaden ist sicher nicht jedermanns Sache (aber probieren sollte man es auf jeden Fall!!!). Man muss einfach darüber hinwegsehen, dass z.B. im Airag (Pferdemilch mit Vodka) noch ein paar Fliegen und Käfer schwimmen, oder dass es in den Milchspeisen Haare von allen möglichen Tieren hat. Aber wer ist schon an einem Haar in der Suppe erkrankt!?
  • Im Sommer (Juni bis August) ist ein Gobi-Trip wegen der Hitze besonders anstrengend. Im Frühling und Herbst kann es dafür noch ziemlich kalt sein. Unbedingt warme Kleider mitbringen!!!
  • Pferde- und Kamelreiten in der Mongolei ist ein MUSS (auch für Leute, die noch nie auf einem Pferd gesessen sind). Die Tiere sind sich an Menschen gewöhnt und sehr zahm. Dennoch sollte man ein paar Regeln wissen (sich nicht von hinten den Tieren annähern, Geräusche mit Plastik vermeiden etc). Weitere Infos: Siehe „Empfehlungen Touren“.

 

Empfehlungen:

 

Übernachten Ulan Bator

 

In Ulan Bator empfiehlt sich das UB Guesthouse. Man trifft andere Reisende und kann zu fairen Preisen Touren buchen, Tickets kaufen etc. Es ist ein sehr einfaches aber sauberes Guesthouse, das dringend eine Renovation nötig hätte. Aber etwas besseres haben wir wirklich nicht gefunden.

 

Übernachten Khosgol-See

 

In Khatgal, am sündlichen Ende des Sees, gibt es das MS Guesthouse, das wir sehr empfehlen können: Preis, Leistung und Service stimmen absolut. Es ist der ideale Ausgangspunkt für Touren in diese wunderschönen Region.

Entlang des Sees gibt es Jurtencamps zu verschiedenen Preisen. Man muss jedoch in der Stadt einen Fahrer organisieren, der einem dorthin bringt.

 

Touren:

 

Gobi: Verschiedene Guesthouses (z.B. UB Guesthouse, Golden Gobi Guesthouse) in Ulan Bator bieten ähnliche Touren zu ähnlichen Preisen an. Wir waren mit der Tour vom UB-Guesthouse sehr zufrieden. Wichtig: Gerade für Trips, die länger als 4 Tage dauern, muss man darauf beharren, dass ein Englischsprachiger Guide mitkommt (es lohnt sich auch, dafür etwas mehr zu bezahlen.)

 

Khösgöl-See: Das MS Guesthouse bietet seit über 20 Jahren Pferdetrekking (und andere Touren) in der Khösgöl Region an. Dies ist sicher die beste Adresse. Zudem gibt es eine gute Einführung ins Reiten und für den Umgang mit Pferden.

 

Unsere Reise:

 

  • Der Klassiker: 9 Tage Gobi-Trip
  • Ausflüge in der Umgebung von Ulan Bator (z.B. Turtle Rock)
  • 5 Tage Khösgöl-See (da wir genug von den holprigen Strassen hatten, sind wir nach Moron geflogen.)
  • Einige Tage Ulan Bator, welches einem – gerade nach einem unbequemen Gobi Trip – wie das Paradies vorkommt.

 

 

 

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