China

China ist so riesig und vielfältig, dass wir Europäer uns diese Dimensionen fast nicht vorstellen können. Entsprechend schwierig ist es, „allgemeine“ Reisetips für dieses Land zu geben. Wir versuchen hier einfach ein paar allgemeine Infos weiterzugeben, die evtl. helfen können.

Übernachten:

  • Für Grossstädte empfehlen wir in Airbnb’s zu übernachten. Das gab uns immer den besten Kontakt mit Einheimischen. (Obwohl die „Einheimischen“ nie Chinesen sondern Amerikaner waren, die hier gearbeitet haben. Wir haben nie ein passendes Angebot bei Chinesen gefunden, obwohl wir das gerne gemacht hätten.) Wenn man in einer Stadt ankommt, kann man direkt bei Hotels anfragen, da sie oft sehr günstige Sonderangebote haben. Übers Internet kann man diese Hotels nicht im voraus buchen, da die Seiten normalerweise nur auf Chinesisch sind. Aber Vorsicht: Die Hotels sind nicht immer einfach zu erkennen. Und anscheinend dürfen auch nicht alle Hotels Ausländer beherbergen.
  • Backpacker/Hostels: In Mehrbettzimmern von Hostels haben wir schlechte Erfahrungen gemacht. Diese sind mehrheitlich schmutzig, laut und „schmuddelig.“ Wenn man zu zweit unterwegs ist, lohnt es sich, ein paar Yuan mehr auszugeben für ein Doppelzimmer. (Jedoch: Zweierzimmer in Hostels waren immer gut!)

Essen:

  • Das Essen in China ist äusserst vielfältig und sehr schmackhaft. Ein echtes Highlight einer China-Reise. Nur schon dafür lohnt es sich, nach China zu reisen. Jede Region hat ihre ganz eigene Küche. (Faustregel: Im Norden salzig, im Zentrum scharf und im Süden süsslich.)
  • Streetfood: Wir sind grosse Fans von „Streetfood“ und haben uns durch die ganze Palette „durchgefressen.“ Das Essen auf der Strasse ist sehr günstig, schmackhaft und vielfältig. Unbedingt probieren!!!
  • Restaurants: Wenn man nicht im Touristensektor is(s)t, sind die Restaurants gut und günstig. Glücklicherweise gibt es in den meisten Speisekarten viele bunte Bilder, die einem die Bestellung erleichtern.
  • Sauberkeit: Wir hatten den Eindruck, dass die meisten Restaurants/Strassenstände sauber sind. Manchmal verging uns aber der Appetit, wenn wir daran dachten, unter welchen Umständen die Lebensmitteln produziert werden (Tierhaltung, Abgase, Abfall…) Nichtsdestotrotz: Die paar Tage (oder Wochen), die man in China verbringt, wird man überleben. Auf das absolut köstliche Essen zu verzichten wäre zu schade!

Reisen:

  • Zug: Tickets müssen unbedingt im voraus gekauft werden. Man braucht dazu (wie auch auf der Zugsreise selbst) immer den Pass. Und zwar ausschliesslich den Original-Pass. Kopien werden nicht akzeptiert.) In vielen Städten kann man die Tickets in Verkaufsbüros, die es in der ganzen Stadt verteilt gibt, kaufen. (Kostet ca. 1.50 Dollar mehr als am Bahnhof.) Die Züge sind schnell, pünktlich und sehr sauber. Es gibt die „Bullet-Trains“, die 300 km/h schnell fahren, und entsprechend teuer sind. Wählt man die günstigeren „normalen“ Züge, ist man etwa drei mal langsamer unterwegs. Schlafwagen („Hardsleeper“) sind eine gute Option für Zugsreisen über Nacht. Man darf sich nicht vom Wort „hard“ abschrecken lassen – die Züge und Betten sind absolut in Ordnung! (Unsere Längste „Hardsleeper-Reise“ dauerte knapp 20 Stunden und war überhaupt kein Problem!) Jedoch raten wir von Nachtfahrten auf „Hardseats“ (nur Sitze) klar ab!
  • Bahnhöfe: Obwohl wir schon erfahrene China-Zugfahrer sind, achten wir darauf, dass wir jedes Mal mindestens 30 Min. vor Abfahrt auf dem Bahnhof sind. Wegen langen Warteschlangen, Sicherheitschecks oder weil wir ganz einfach die Sprache nicht verstanden haben, haben wir schon öfters die äusserst pünktlichen Züge fast verpasst. Das System auf den Bahnhöfen erinnert an Flughäfen: Zuerst folgt die Pass- und Ticketkontrolle, anschliessend muss man (wie im Flughafen) im entsprechenden Gate warten, und sobald das Tor öffnet, darf man aufs Gleis, wo man den richtigen Wagen/Sitz suchen muss. Wichtig: Die Tickets IMMER aufbewahren – wenn man den Zielbahnhof verlässt, müssen sie wieder vorgewiesen werden (andernfalls muss man evtl. grössere Beträge bezahlen.)
  • Bus: Kein Problem – Ticket kaufen, einsteigen. Nicht immer bequem, Oftmals laut und rücksichtslose Fahrer. Aber man kommt an…

Allgemein:

  • Unbedingt Apps herunterladen für China: Offline-Sprachübersetzer, Subway-Pläne auf Englisch…
  • Internet: Viele westliche Internetseiten sind in China verboten. Google, facebook etc. funktionieren nicht. Der download von Apps unbedingt im voraus machen.
  • Das Personal an Ticketverkaufsstellen (Bahnhof, Museum etc.) ist leider sehr oft alles andere als hilfsbereit. Wenn man sich durch die oft langen Warteschlangen durchgedrängt hat (!) erwartet einem oft sehr unfreundliches Personal. Es ist hilfreich, wenn man auf Chinesisch einen Zettel vorlegen kann, auf welchem geschrieben steht, was man braucht. Englisch sprechen nicht viele Leute.
  • Die Menschenmassen in China sind gigantisch!!! Ganz nach dem Motto „früher Vogel fängt den Wurm“ lohnt es sich, etwas früher aufzustehen um Sehenswürdigkeiten zu besuchen.
  • In China wird gespuckt und was das Zeug hält! Was in Europa verpöhnt ist, ist in China ganz normal. Die Geräusche sind unüberhörbar. Früher oder später gewöhnt man sich daran. Um sich die Nase zu putzen sollte man jedoch aufs WC gehen.

 

Unsere Reisen:

Juli 2013:

Peking

Suzhou

Shanghai

Chengdu

Klumping

Tagong

 

September 2014:

Peking

Xi’an (Mount Hua)

Chongquing (Yangtse Cruise)

Guangzhou

 

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