Zum dritten Mal in Myanmar

Von Abfallbergen, Überschwemmungen und viel Optimismus

Wir hatten uns viel vorgenommen für unsere dritte Rückkehr nach Myanmar – sehr viel! Bei unserem letzten Besuch haben wir uns klare Ziele gesetzt, was wir an „unserer“ Schule Aung Myae Oo alles verändern möchten. Doch damals sah unsere Welt in einem zentralen Punkt noch ganz anders aus: Veronica war noch nicht schwanger. Deshalb mussten unsere Ziele und Pläne für die kommende Reise den neuen Umständen entsprechend angepasst werden.

Jedoch sah es am Anfang so aus, als ob wir überhaupt nicht nach Myanmar reisen könnten: Die ungewöhnlich starken Monsunregen anfangs August haben fast überall im Land Überschwemmungen verursacht und viele Todesopfer gefordert. „Ist es nicht grobfahrlässig, während der Schwangerschaft in ein Katastrophengebiet zu reisen?“ Wie oft haben wir uns diese Frage gestellt! Nach langem Überlegen und diversen Rücksprachen mit der Schule haben wir uns schlussendlich doch entschieden, nach Mandalay zu aufzubrechen: Denn glücklicherweise war genau diese Region von den intensiven Regenfällen verschont geblieben.

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Viel hat sich seit unseren letzten beiden Besuchen in Aung Myae Oo nicht verändert: Wie immer schliefen wir auf dem Boden, duschten uns mit dem brauen schmutzigen Flusswasser und passten uns in allen Bereichen ganz dem Leben im Kloster an. Die Schülerzahlen sind im Vergleich zum Vorjahr einmal mehr gestigen: Über 2350 Kinder besuchen nun Aung Myae Oo – die Schule platz buchstäblich aus allen Nähten! Während wir aus den Medien erfuhren, dass sich die Schweizer Lehrpersonen über die schlechte Luft in den heimischen Schulzimmern beklagen, standen wir erneut vor über 80 Kindern in hoffnungslos überfüllten, stickigen und viel zu engen Schulzimmern und versuchten den Kindern mit allen Mitteln etwas Englisch beizubringen. Die grossen Schülerzahlen bringen aber noch ein anderes riesiges Problem mit sich: Endlose Berge von Abfall! Leider ist man sich in Myanmar gewöhnt, den Abfall einfach auf den Boden zu werfen. Das Land versinkt im Abfall-Chaos: In den Gewässern gibt es in der Zwischenzeit wohl mehr Plastik als Wasser, auf Strassen und Feldern muss man sich teilweise den Weg durch den Abfall bahnen, und sogar hinter Klöstern oder Touristenattraktionen stapeln sich endlose Abfallberge… Wenn die Regierung nichts unternimmt, wird Myanmar im Abfall untergehen.

landfill site in Myanmar

landfill site in Myanmar

Wie sagt man so schön: „Jede grosse Reise fängt mit dem ersten Schritt an.“ Nach diesem Motto wollten wir handeln, und wenigstens „unsere“ Schule zu einem sauberen Platz machen und ein „Abfallbewusstsein“ in den Köpfen der Kindern entwickeln (mit der Hoffnung, dass sie unsere Idee weiterverbreiten). Schliesslich möchten wir uns – entsprechend unserer Berufe – für Bildung und Gesundheit einsetzen. Und Gesundheit beginnt mit einer sauberen Umwelt.

behind the school building

behind the school building

Unsere Idee fand grossen Anklang bei der Schulleitung und den Lehrpersonen: Nachdem wir alle 2350 Kinder ausführlich über den richtigen Umgang mit Abfall informiert hatten (Kernbotschaft: Abfall gehört in den Abfalleimer und nicht auf den Boden!), starteten wir die wohl grösste Putzaktion, welche die Schule je erlebt hat.

information for all children

information for all children

Und dies mit grossem Erfolg: Aung Myae Oo ist ein richtig sauberer Platz geworden! Auf dem ganzen Schulgelände stehen nun Abfallkübel, die ab jetzt auch gebraucht werden. Und sogar das Recyclen von Pet und Aluminium konnten wir einführen – darauf sind wir besonders stolz! Ob und wie lange die Euphorie anhält, wissen wir nicht. Lehrpersonen und Schüler haben uns jedenfalls versprochen, unser Projekt weiterzuführen und die Schule sauber zu halten.

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Besonders begeistert von unseren Ideen war Aung Thu Phio, ein junger Mönch und Lehrer von Aung Myae Oo: Er hat uns eingeladen, die Schule in seinem Heimatdorf, fast 3 Stunden von Sagaing entfernt, zu besuchen und die Kinder dort im richtigen Umgang mit Abfall zu unterrichten. Dieser Ausflug, die Vorträge vor über Tausend begeisterten Kindern und der Besuch bei Aung Thu Phios Familie weit weg vom Massentourismus gehören zu den ganz grossen Highlights dieser Myanmar-Reise!

Lunch with friends of Aung Myae Oo and Aung Thun Phios family

Lunch with friends of Aung Myae Oo and Aung Thun Phios family

Teaching about garbage in Aung Thun Phios native village

Teaching about garbage in Aung Thun Phios native village

Aber auch in anderen Bereichen waren wir aktiv: Zum Beispiel haben wir allen Lehrpersonen einen Kurs in Erster Hilfe für Kinder gegeben, die Schulapotheke neu eingerichtet, Kindern und Lehrpersonen fleissig Englisch beigebracht und alle nötigen Voraussetzungen geschaffen, dass nun endlich Volunteers in Aung Myae Oo Englisch unterrichten können.

Veronica teaching first aid to the teachers

Veronica teaching first aid to the teacher

Zudem haben wir nun offiziell unsere Stiftung „HEFT Foundation“ (Health & Education for tomorrow“) gegründet, die das Ziel hat, Aung Myae Oo nachhaltig zu unterstützen.

Ja, wir sind wirklich stolz auf alles, was wir im letzten Monat erreicht haben. Und wir sind nach wie vor überzeugt, das Richtige zu tun!

Erschöpft aber glücklich haben wir Myanmar in Richtung Thailand verlassen, um hier einen Freund zu treffen und dann anfangs Oktober nochmals gemeinsam nach Myanmar zurückzureisen. Und wie geht es dann weiter? Sagen wir es mal so: Ab dem 11. Oktober werden wir nach 15 Monaten endlich wieder einmal in der Schweiz Bratwurst essen können. Das ist unser Plan. Aber wie sagt man doch so schön: „Wenn du Gott zum lachen bringen willst, dann erzähl ihm deine Pläne…!“ Wir informieren auf jeden Fall auf unserer Homepage, wie es weiter gehen wird! Bleib dran!!

Wenn einen Einblick in unsere tägliche Arbeit in Aung Myae Oo haben möchtest, empfehlen wir dir den nächsten Artikel „Ein ganz normaler Tag in Aung Myae Oo“ weiter unten auf dieser Seite zu lesen. Viel Spass!

Weitere Fotos: Siehe im Menu „Fotos Asien / Myanmar 3“

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Ein ganz normaler Tag in Aung Myae Oo

Tagebucheintrag vom 11. August 2015

Wie jeden Morgen werden wir um 5.30 geweckt: Nicht etwa von unserem Wecker, sondern vom Lärm diverser Kinder, die irgendwo neben unserer Unterkunft lautstark ihren Schulstoff am auswendig lernen sind. Fast schreiend wiederholen sie immer wieder Chemieformeln, Englisch-Vokabeln oder mathematische Gesetze – so wird wohl nur in Myanmar gelernt!

Wir nutzen die „Frische des Morgens“ und unternehmen einen Spaziergang zwischen den unzähligen Klöstern von Sagaing Hill hin zu unserer Lieblingspagode. Auf dem Weg treffen wir immer wieder buddhistische Mönche jeden Alters an, die auf ihrer täglichen Betteltour nach Essen fragen. Ihr Tag hat schon lange vor unserem begonnen.

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Um 7 Uhr beginnt der Englisch-Unterricht für die Lehrpersonen. Obwohl ihre Arbeit erst um 8.30 beginnt, kommen sie bereits um 7 Uhr freiwillig zur Schule, um von unseren Englisch-Lektionen zu profitieren. Es gibt wohl keine andere so dankbare Aufgabe wie diese äusserst motivierten und eifrigen Lehrpersonen zu unterrichten.

Nach einem kurzen Frühstück – wir haben aus Australien Milchpulver und Müesli mitgebracht – stehen wir wieder vor Schulklassen. Dieses Mal sind es etwa 80 Kinder im Primarschulalter, denen wir in stickigen und überfüllten Schulzimmern einige Sätze Englisch beibringen. Leider ist dieser Unterricht mehr Unterhaltung als echtes Lernen für die Kinder – bei so grossen Klassen und fehlendem Unterrichtsmaterial ist es für uns unmöglich, richtigen Unterricht abzuhalten. Dennoch macht es Spass – und vielleicht werden genau durch diese Kontakte die Kinder ermutigt, noch mehr Englsich zu lernen.

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Wir beobachten immer wieder, wie Schülerinnen und Schüler vor ihren Klassenzimmern oder auf den Treppen sitzen und dem Unterricht lauschen, weil sie drinnen keinen Platz mehr haben. Es ist wirklich heiss – geschätzte 37 Grad. Wir fragen uns, wie man so überhaupt etwas lernen kann!

Aus allen Schulzimmern hört man Kinder im Chor laut schreien. Unterricht in Myanmar bedeutet: Der Lehrer spricht etwas vor, und die Schüler wiederholen (schreien!) genau seine Worte nach, ohne zu überlegen oder hinterfragen, was überhaupt gesagt wurde. Selber zu denken oder kritisch zu fragen gehört nicht in die Schulstube – anscheinend nicht einmal an den Universitäten.

Anfangs haben wir diese Art von Unterricht kritisiert – aber wenn man kritisiert, sollte man auch einen Verbesserungsvorschlag haben. Und den haben wir nicht. Wir haben wirklich keine andere Idee, wie man 80 Kinder unter diesen Verhältnissen besser unterrichten könnte…

Es ist 11 Uhr. Eine kleine Touristengruppe schaut sich interessiert auf dem Schulgelände um. Wir gehen auf sie zu und informieren sie über die Schule und das Leben im Kloster. Wie immer fotografieren sie euphorisch die unzähligen kleinen Mönche und Nonnen, die fröhlich auf dem Schulgelände herumrennen und sie mit Blumen und breitem Grinsen begrüssen. Können sie sich wohl vorstellen, welche Schicksale diese so glücklich wirkenden Kinder erlebt haben?

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Wir haben Pasta (die wir aus Thailand mitgebracht haben) mit Tomatensauce gekocht zum Mittagessen: Da Vero schwanger ist, müssen wir mit der Ernährung besonders vorsichtig sein. Wir haben Nilar, eine Lehrerkollegin, zum Essen eingeladen. Sie probiert zum ersten Mal in ihrem Leben Pasta. In Myanmar wird normalerweise drei Mal täglich Reis gegessen.

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Die Hitze in unserem Zimmer ist erdrückend. Wir machen eine kurze Siesta – arbeiten ist für uns unter diesen Bedingungen unmöglich. Eigentlich ist es Regenzeit, aber Regen haben wir seit Tagen nicht mehr gesehen…

Wir führen Gespräche mit Freunden der Schule, um unsere HEFT-Foundation zu etablieren. Es benötigt extrem viel Zeit, die Bedingungen und Strukturen dafür aufzubauen. Nur schon um ein internationales Bankkonto zu eröffnen mussten wir insgesamt 8 Banken besuchen und unzählige Telefonate führen. Wir sind aber überzeugt, dass sich diese Arbeit auf jeden Fall lohnt – nur so können wir die Schule längerfristig wirklich unterstützen.

In unserem Zimmer erteilen wir jungen Studenten Englischunterricht. Zwei kleine Nonnen und eine Schülerin klopfen an die Türe. Sie schenken uns drei Früchte und blinzeln immer wieder neugierig in unser Zimmer rein. Ausser „Hello how are you“ können sie kein Englisch sprechen. Dafür lächeln und grinsen sie ununterbrochen. Noch mehrere Male besuchen sie uns an diesem Nachmittag. Wie jeden Tag schaut gegen 17 Uhr auch „Dong Dong“, unser kleiner Mönch-Freund vorbei, und schenkt Vero wie immer einen Blumenkranz.

Nach dem Abendessen beginnt um 19 Uhr wieder der Englischunterricht für die Lehrpersonen. Die meisten haben den ganzen Tag unterrichtet, und einige müssen nach der Stunde, also von 20 – 23 Uhr, nochmals zu ihren Klassen gehen. Doch das scheint sie nicht zu stören: Sie nehmen motiviert und diszipliniert am Unterricht teil und sind überglücklich und dankbar, dass Sie mit uns Englisch lernen dürfen. Es ist einfach unglaublich, wie engagiert diese Lehrpersonen sind und sich voll in den Dienst der Schule stellen!

English for the teachers

English for the teachers

Um 21 Uhr schaut der Mönch „Ponchi“, der Schulleiter, bei uns vorbei. „Habt ihr schon gegessen?“, begrüsst er uns lächelnd. Wir sprechen mit ihm über die Zukunftspläne der Schule, unsere Ideen und Ziele. Diese Sitzungen mit „Ponchi“ sind sehr effizient. Er ist offen und dankbar für unsere Vorschläge und Sichtweisen. Wir sind zuversichtlich, unser Abfall-Projekt (mit dem Ziel, die Schule sauber zu halten), schon bald umsetzen zu können. (Siehe Artikel „zum dritten Mal in Myanmar.“)

Es ist 23 Uhr. Noch immer wird im Schulzimmer neben unserer Unterkunft unterrichtet. Unglaublich, wie 12-jährige Kinder um diese Zeit noch Biologie lernen können… Und zu den gleichen Geräuschen, die uns am Morgen aufgeweckt haben, schlafen wir ein: Kinder und Jugendliche, die schreiend ihren Unterrichtsstoff auswendig lernen und am nächsten Morgen wieder vor uns wach sein werden.

So vieles ist an diesem Tag passiert, so vieles durften wir erleben, so vieles haben wir gelernt und erfahren… und doch ist es nur ein ganz normaler Tag für uns an „unserer“ Schule Aung Myae Oo in Myanmar.

Mehr Fotos im Menu „Fotos Asien / Myanmar 3“

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3 Länder in 11 Tagen

Unterwegs in den drei kleinsten asiatischen Staaten

Nachdem wir uns in Australien bei unserer Freundin Michelle mit künstlerischen und handwerklichen Meisterleistungen eigene Denkmale gesetzt haben, war die Zeit gekommen, Australien zu verlassen.

Real Art: Veros Mosaik

Real Art: Veros Mosaik

Schön, einzigartig, praktisch... Wer möchte nicht so einen tollen Designer-Kompost in seinem Garten haben?

Schön, einzigartig, praktisch… Wer möchte nicht so einen tollen Designer-Kompost in seinem Garten haben?

In Singapur betraten wir zum ersten Mal seit drei Monaten wieder asiatischen Boden. Singapur ist wohl die sauberste und gepflegteste Stadt Südostasiens. Das hat aber auch seinen Grund: Für jede Gesetzesüberschreitung müssen hohe Bussen bezahlt werden.Kaugummi wegwerfen, Essen in der Metro oder „öffentliches“ Pinkeln im Stadtpark können sehr teuer zu stehen kommen!

Beautiful architecture in Singapore

Beautiful architecture in Singapore

Nach 24 Stunden Singapur ging unsere Reise bereits weiter in Richtung Hong Kong, das zweite Land innert 11 Tagen: Unser Ziel war es, Veronicas Geburtstag bei echtem Chinesischen Essen zu feiern. Dieses Ziel haben wir jedoch knapp verfehlt, da wir genau an diesem Tag einen Ausflug in das dritte Land innert 11 Tagen unternahmen: Nach Macau. Dieser Stadt-Staat im Süden von China ist vor allem bekannt durch seine unzähligen Casinos, welche angeblich mehr Geld einspielen als diese von Las Vegas. Da Macau bis 1999 unter portugiesischer Verwaltung stand, sind überall Spuren dieses Landes sichtbar: Es gibt beispielsweise portugiesisches Essen, zweisprachige Strassenschilder, und diverse katholische Kirchen.

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Eine wirklich aussergewöhnliche Stadt ist Hong Kong! Da wir die meiste Zeit dort verbrachten, möchten wir Euch ein paar persönliche Eindrücke, Fakten und Gedanken über dieses „Land“ weitergeben. Viel Spass! (Übrigens: Zum Chinesischen Essen kamen wir in dieser Zeit mehr als genug, worüber sich Vero riesig gefreut hat. Doch so richtig glücklich wurde sie doch nicht, denn…

  • Hong Kong ist NICHT China. Wer China kennt weiss, dass Hong Kong (nicht nur politisch) nur geringe Gemeinsamkeiten mit China hat. (Entsprechend ist auch das Essen nur FAST so gut wie in China. Sorry, Vero!)
  • Hong Kong ist die Stadt, die tagsüber aussieht wie ein Nebeltuch und in der Nacht funkelt wie ein Sternenhimmel
  • In einem Wohnhaus in Hong Kong leben doppelt und dreifach so viele Menschen wie im Dorf, wo ich aufgewachsen bin
  • In einem Businesscenter in Hong Kong arbeiten täglich so viele Menschen wie in der Schweiz in einer durchschnittlichen Kleinstadt wohnen.
  • Hong Kong ist die Stadt, wo man zu jeder Tag- und Nachtzeit an fast jeder Ecke etwas zu Essen kriegt. Garantiert!
  • Hong Kong ist die Stadt, wo Fussball NICHT „König“ ist (sondern Pferderennen: Die Menschen hier lieben Glücksspiele über alles!)
  • Hong Kong ist die Stadt, wo das Essen für die Bevölkerung an erster Stelle kommt (gefolgt von Arbeit und Pferderennen)
  • Hong Kong ist die Stadt, wo man die Qualität des Restaurants auf keinen Fall an der Sauberkeit der Toilette messen soll (sonst würde man einerseits verhungern, und andererseits eine Vielzahl köstlicher Mahlzeiten verpassen)
  • Hong Kong ist die Stadt mit den edelsten Toiletten. Aber nur in den Shoppingcentren.
  • Hong Kong ist die Stadt, wo Businessmänner nach Feierabend das Büro verlassen und per Boot in ihr Haus auf einer abgelegenen, ruhigen, grünen Insel zurückkehren.
  • Hong Kong ist die Stadt, die nachts öfters von Wildschweinen heimgesucht wird (75% der Stadt sind unbesiedelt: es gibt riesige Wälder, Grünflächen… und entsprechend auch Wildschweine.)
  • Hong Kong ist nur die eine Seite der Insel. Die andere Seite ist mehrheitlich grünes Buschland.
  • Hong Kong ist die Stadt mit den meisten Gratis-Campingplätzen (im Grünen!)
  • Hong Kong ist die Stadt mit den grössten Hochhäusern und den (mit Abstand!!!) kleinsten Hotelzimmern (unser Zimmer – inkl. Bad – umfasst ca 10m2).
  • Hong Kong ist die Stadt, wo man auch mitten in der Nacht bedenkenlos spazieren kann.
  • Hong Kong ist die Stadt, wo man in der Metro jederzeit einen Sitzplatz offeriert bekommt – unter der Voraussetzung, man (oder besser Frau) ist schwanger.
  • Hong Kong ist die Stadt, wo wir uns auch nach 9 Tagen kein einziges Mal gelangweilt haben und jederzeit wieder hingehen würden.
  • … und Silvan und Vero sind die beiden Reisenden, die nun nach einem langen Tag schlafen gehen. Alles Gute – und herzliche Grüsse aus Mandalay (Myanmar)

(Mehr Fotos unter „Fotos Asien / „Hong Kong, Macau und Singapore“)

Hong Kong in the day...

Hong Kong in the day…

...and in the night

…and in the night

 

12 Monate unterwegs – 12 Fragen – 12 Antworten!

12 Monate – ein Jahr sind wir nun unterwegs. Und noch kein bisschen reisemüde! Als Spezial-Reisebericht für unser 12 monatiges Jubiläum geben wir Antworten auf die 12 Fragen, die wir von „unserem Publikum“ immer wieder gefragt werden. Viel Spass!

  1. Das schönste Reiseerlebnis

Unmöglich zu beantworten! Es lässt sich schlicht und einfach nicht in Worte fassen, was man in 12 Monaten Reise so alles erlebt. Um die Frage wenigstens ein bisschen zu beantworten: Die Herzlichkeit, Grosszügigkeit und Gastfreundschaft, die wir immer wieder erfahren durften, sind wohl das Grösste und Beste, was wir bisher erlebten. Keine Sehenswürdigkeit, keine Touristenattraktion kann da mithalten!

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  1. Das schönste Reiseland

Jedes Land hat seine Reize, Vor- und Nachteile. Für Veronica wäre das schönste Reiseland wohl China mit seiner vielfältigen Küchen und der einzigartigen Kultur.

Silvans Favorit ist Indien: Dieses Land bietet 24 Stunden am Tag Live-Kino. Kein anderes Land ist so vielfältig, magisch, abgefahren und bezaubernd zugleich! 

Drum tour (Xi'an)

Drum tour (Xi’an)

3. Unser „Geheimtip“

 Russland! Dieses Land geniesst – völlig ungerechtfertigt – bei vielen Europäern einen sehr schlechten Ruf. Man muss Russland selber erleben, um die Schönheit dieses Landes und die Herzlichkeit der Menschen zu erfahren. Die völlig „ausgehungerten“ und ständig betrunkenen Russen in den all-Inclusive-Hotels in der Südtürkei vermitteln leider ein völlig falsches Bild dieses wunderbaren Landes.

Babuschcas

Babuschcas

  1. Die ärgerlichsten Momente

 Zwar haben wir von den Buddhisten gelernt, uns so wenig wie möglich zu ärgern. Aber wenn ein Hund unsere beiden (!) elektrischen Zahnbürsten auffrisst, dann hört auch bei uns die Geduld auf!

  1. Die grösste Gefahr

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Giftschlangen, Krokodile, Skorpione… allen diesen wilden Tieren und noch vielen mehr haben wir direkt in die Augen geblickt. „Gefährlicher als jedes wilde Tier ist der Mensch!“, hat uns vor langer Zeit ein alter Indianer gelehrt. Wie recht er doch hat! Wenn man Tiere respektiert und sich an empfohlene Vorsichtsmassnahmen hält, gerät man kaum in gefährliche Situationen.

Naturkatastrophen können immer und fast überall auftreten. Davor blieben wir bisher gottseidank verschont.

Die grösste Gefahr bisher war ganz klar der Strassenverkehr. Da hatten wir mehr als einmal einen Schutzengel. Ebenfalls gefährlich sind alkoholisierte Menschen: Sie sind – im Vergleich zu wilden Tieren – leider völlig unberechenbar.

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  1. Das vermissen wir am meisten

Das Essen aus der Schweiz und Ecuador. Wie oft würden wir so gerne in eine knackige Bratwurst oder einen richtig stinkigen Schweizer Käse beissen!

Und wieder einmal ein Spiel des FC St. Gallen zu sehen wäre ein wünschenswerter Luxus – wenigstens für Silvan.

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  1. Das macht uns traurig

…dass es auch im Juli 2015 noch so viel Armut und Elend auf der Welt gibt. Hätten wir es nicht selber gesehen, würden wir es nicht glauben.

…dass wir auch im Juli 2015 noch so weit von Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau entfernt sind.

…dass es auch im Juli 2015 noch unzählige Kriege gibt und kein Ende in Sicht ist. Geld, Macht, Religion. Lohnt es sich wirklich, dafür zu sterben?

  1. Ist Euch das Reisen noch nicht verleidet?

Nein! Und das wird es sicher auch nie! Zu viel gibt es noch zu entdecken und erleben. Für uns gibt es nichts Spannenderes als fremde Menschen, Länder und Kulturen.

Wir sind erfüllt von grösster Dankbarkeit für alles, was wir bisher erleben durften und in Zukunft noch erleben werden! (Natürlich gab es zwischendurch auch „Reise-Tiefs.“ Aber diese sind nicht der Rede wert.) 

Silvan preparing "Airag" (Horsemilk with Vodka)

Silvan preparing „Airag“ (Horsemilk with Vodka)

  1. Das denken wir über das Leben in der Schweiz

Die Schweiz ist wahrscheinlich eines der schönsten Länder der Welt. Nur schade, dass sich bei den Menschen fast alles ums Arbeiten und Geld verdienen dreht. „Ich habe keine Zeit“ oder „ich habe Stress“ gehören leider zum Standard-Vocabulaire von Herr und Frau Schweizer. Erst wenn wir in ein (gesundheitliches) Tief fallen, wird uns bewusst, dass das Leben noch mehr zu bieten (gehabt) hätte. Schade, dass so viele Menschen nur von ihren Träumen sprechen und sie nicht in Taten umsetzen.

  1. Tips fürs Reisen

 Sei ehrlich, authentisch und neugierig. Behandle die Menschen stets mit Anstand und Respekt. Sei tolerant gegenüber Andersdenkenden. Trau dich aus deiner „Komfortzone“ heraus und lass dich auf Unbekanntes ein. Vertraue deinem Bauchgefühl… und sei dankbar, dass du die Chance hast zu Reisen. Das ist nicht selbstverständlich!

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  1. Wie geht es weiter mit „unserer“ Myanmar-Schule

Im August reisen wir zum dritten Mal nach Myanmar, um Englisch zu unterrichten. In der Zwischenzeit haben wir mit Freunden aus der Schweiz einen Verein gegründet, um an „unserer“ Schule Projekte im Bereich Bildung und Gesundheit zu realisieren. Weitere Infos folgen – wir freuen uns über deine Unterstützung! (P.S: Spenden können von den Steuern abgezogen werden!!!)

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  1. Wie geht es nun weiter?

Bilder sagen mehr als 1000 Worte:

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Eine kleine aber grosse Überraschung hat stattgefunden: Wir werden in Zukunft wohl einen dritten Platz im Flugzeug reservieren müssen 😉

Wir freuen uns riesig auf dieses Ereignis (voraussichtlich im Januar 2016) und sind unendlich dankbar dafür!

(Der aktuelle Reisebericht „No Stress down under!“ mit mehr Infos findest du weiter unten auf dieser Seite)

No Stress „down under“ (deutsch)

Seit 10 Wochen in Australien

Bevor wir mit dem Reisebericht beginnen, hier ein kleines Rätsel:

Welchem Monster-Tier blickt Vero hier wohl in die Augen, dass sie SO ein Gesicht macht? Die Auflösung findest du am Ende dieses Berichts…

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Let’s get started…

Stress?? Was ist das? Das hatten wir das letzte Mal… vor ziemlich genau 12 Monaten, als wir auf unsere Reise aufgebrochen sind. In der Zwischenzeit haben wir dieses Wort aus unserem Wortschatz verbannt. Insbesondere die letzten acht Wochen hier in Australien waren alles andere als stressig. Momentan erleben wir die wohl ruhigsten Wochen der gesamten bisherigen Reise. Und das ist – der Situation entsprechend – auch gut so. Aber nun der Reihe nach:

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Nach unserer Campervan-Tour durchs australische Outback machten wir erstmals Stop in Proserpine, einer kleinen Stadt an der Ostküste. Während drei Wochen lebten und arbeiteten wir auf einem kleinen Campingplatz, wo wir beim Catering und bei Reinigungsarbeiten mithalfen. Kay und Ray, die Besitzer dieses Camps, nahmen uns von Anfang an auf wie Familienmitglieder – wir verbrachten viel Zeit mit und bei ihnen, und lernten durch sie die Australische Kultur (BBQ, Bier, Rugby… sowie unerschöpfliche Grosszügigkeit und Herzlichkeit) hautnah kennen. Besonders faszinierend war der wohnzimmergrosse Kühlschrank des Camps: Ein echtes Schlaraffenland, dessen Inhalt uns Tag und Nacht frei zur Verfügung stand. Gerne wären wir länger bei Kay und Ray und deren Familie geblieben – jedoch mussten wir weiter Richtung Norden nach Cairns, um unseren Campervan rechtzeitig zu verkaufen.

Veronica and Kay preparing Pizza for 70 guests

Veronica and Kay preparing Pizza for 70 guests

on an excursion with Kay & Ray

on an excursion with Kay & Ray

the very best fridge in the world...!!!

the very best fridge in the world…!!!

In Cairns (wo wir uns immer noch befinden) leben und arbeiten wir bei Michelle: Für „Kost und Logis“ helfen wir bei diversen Reparatur- und Renovationsarbeiten in ihrem Haus mit, Kochen, gehen täglich mit den Hunden am Strand spazieren… und geniessen die tollen Ausflüge mit unserer wunderbaren „Chefin“: Michelle liebt die Natur und die Nationalpärke rund um Cairns. Und ihre Leidenschaft ins äusserst ansteckend! Immer wieder führt sie uns zu versteckten Naturschönheiten, welche den „normalen“ Touristen verborgen bleiben, und begeistert uns mit Picknicken an den entlegensten Orten im Regenwald. Dieser Regenwald nördlich von Cairns verdient besondere Erwähnnung: Als ältester Urwald der Welt ist er ein echtes Juwel! Zwischen gigantischen Bäumen, Riesen-Farnen, Palmen, wilden Bächen und undurchdringlichem Dickicht kann man sich wunderbar vorstellen, wie unser Planet ausgesehen haben muss, als er noch von Dinosauriern bevölkert wurde.

Daintree National Park

Daintree National Park

lovely waterfall-breakfast with our gorgeous "boss", marvelous Michelle

lovely waterfall-breakfast with our gorgeous „boss“, marvelous Michelle

Silvan painting the gutter

Silvan painting the gutter

Eigentlich alles wunderbar – wäre da nur nicht unser Campervan, den wir dringend noch vor unserer Abreise verkaufen sollten. Langsam geraten wir in Zeitdruck (wir möchten bewusst das Wort „Stress“ nicht verwenden!). Denn bereits am 23. Juli fliegen wir via Singapur nach Hong Kong, bevor wir am 8. August zum dritten Mal nach Myanmar zu „unserer“ Schule fliegen.

Warum wir die momentane Ruhe hier in Cairns so sehr geniessen, und warum auch unsere nächsten Reisemonate eher ruhig und stressfrei sein soll(t)en, erfährst du im Bericht „12 Monate – 12 Fragen – 12 Antworten!“ bei der letzten Frage – Frage 12.

Ach ja, und hier noch die Auflösung, warum Vero sooooo ein ängstliches Gesicht macht:

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Das „schreckliche Monster“ entpuppt sich bloss als harmloeses Känguru, das nur freundlich sein will und zum „Grüezi“ sagen Vero (völlig überraschend) die Hand reicht. Hier in Australien sind die Kängurus eben noch gut erzogen!

Herzliche Grüsse – bis zum nächsten Bericht (voraussichtlich Mitte August).

Silvan & Veronica

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Mehr Fotos im Menu unter „Fotos Australien“

Erste Schritte in Australien…

Warum nach Australien??? 17 der 20 giftigsten Schlangen und Spinnen der Welt leben auf diesem Kontinent, in den Gewässern wimmelt es von bis zu 7 Meter langen Krokodilen, und baden kann man sowieso nirgendwo, da das Meer mit tödlichen Box-Jellyfishes (Quallen) und Haien verseucht ist. Also nochmals: Warum nach Australien?

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Ganz ehrlich: Es war eine kurzfristige und äusserst spontane Entscheidung: Im Internet fanden wir einen sehr günstigen Flug nach Darwin – ein paar Klicks, einen Tag Aufenthalt in Kuala Lumpur, und schon waren wir in Australien. (Dass wir mit der berüchtigten „Malaysa Airlines“ reisten, machte das Ganze zusätzlich etwas spannender. Aber trotz allen Negativ-Schalagzeilen um diese Airline: Der Flug war wunderbar!) In Darwin angekommen, wussten wir anfangs gar nicht, was wir anstellen sollten. Nach über neun Monaten Asien brauchten wir erst einige Momente, um uns in der „westlichen Welt“ wieder zurechtzufinden. Unser Plan war es, einen Campervan zu kaufen um den „roten Kontinent“ auf eigene Faust zu erkunden. Und dies ging erstaunlich schnell und unkompliziert: Nach nur drei Tagen waren wir bereits Besitzer eines alten Campervans, und nur zwei Tage später brachen wir auf ins „wilde australische Outback.“

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Dass alles so schnell und reibungslos ablief, ist vor allem zwei Personen zu verdanken: Dino und Winnie. Wir hatten das grosse Glück, dieses australisch-taiwanesische Paar kurz nach unserer Ankunft in Darwin kennenzulernen. Sie standen uns von Anfang an mit Rat und Tat zur Seite beim Autokauf und halfen uns, das alte Gefährt auf unser Abenteuer vorzubereiten. Am allerwichtigsten waren aber Dinos Tips über das Leben (und Überleben) im Outback: Der richtige Umgang mit wilden Tieren, Waldbrände, kleine Autoreparaturen… Kurz gesagt: Alles, was man fürs Reisen in dieser für uns total neuen Welt wissen sollte. Zum Beispiel ist es unerlässlich, immer einen vollen Benzinkanister mitzuführen. Tankstellen sind teilweise mehrere hundert Kilometer voneinander entfernt – was aber noch lange nicht heisst, dass (wenn man mit leerem Tank dort ankommt) auch tatsächlich Benzin vorhanden ist.

Dino, Winney & Zoey

Dino, Winney & Zoey

Die unendliche Weite, die Einsamkeit und die endlosen Distanzen in Australien sind etwas wirklich Spezielles und für uns Europäer schlicht und einfach unvorstellbar! Man muss es erleben, um es zu glauben! Wir lernten beispielsweise Bernie, einen Pub-Musiker kennen: Sein „Arbeitsgebiet“ umfasst mehrere hundert Quadratkilometer: Er „beliefert“ regelmässig verschiedene Pubs im Northern Territory mit seiner Live-Musik und fährt dafür teilweise über 350 km durch entlegenste Gebiete von einer Kneipe zur nächsten um für Farmer, Chauffeure und Minenarbeiter Musik zu machen. (Unter „entlegene Kneipe“ verstehen wir: ein einsames Pub an der Strasse, das nächste Haus 20 Minuten und das nächste Dorf eine Stunde entfernt.)

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Auf unserer Reise besuchten wir u.a. den weltbekannten Kakadu oder den (noch viel schöneren) Lichtfield-Nationalpark mit seinen erfrischenden Wasserfällen. Immer wieder beeindruckend waren die leuchtroten Sonnenuntergänge und die wohl klarsten und schönsten Sternenhimmel, wie man sie nur im australischen Outback erleben kann! Unsere Reise führte uns weiter in die Katherine-Schlucht, zu den Edith-Falls und in Richtung Tennant Creek zu den wohl grössten Perlen der Welt, den „Devils Marbles“. Selbstverständlich verlief nicht alles ganz reibungslos, und zwischendurch hatten wir gar richtig Angst: Da war zum Beispiel dieses Buschfeuer, das uns plötzlich überraschte, als wir am Abend friedlich auf einem abgelegenen Campingplatz ein Glas Wein genossen. Oder der Dingo (australischer Wildhund), der etwas zu viel Interesse an Veronica zeigte („er wollte nur spielen!“). Oder die Schlange, die uns plötzlich auf einem Wanderweg überraschte (sonst trugen wir immer Schuhe zum Wandern – aber ausgerechnet an diesem Tag waren wir mit Sandalen unterwegs!) Jedoch verlief alles glimpflich – die am Anfang des Artikels erwähnten australischen Gefahren tönen für uns Europäer immer viel dramatischer als sie in Wirklichkeit sind! Wenn man sich aber an einige minimale Regeln hält, wird man ziemlich sicher nie in Gefahr geraten! In unserem Fall war das Buschfeuer von den Behörden unter Kontrolle (was wir natürlich erst im Nachhinein erfuhren!), der Dingo hätte Vero höchstwahrscheinlich auch ohne unsere Intervention in Ruhe gelassen, und die Schlange tat dies, was alle Schlangen tun wenn sie einen Menschen wahrnehmen: Sie versteckte sich augenblicklich.

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Was wir hier in „down under“ am meisten schätzen, sind die Offenheit, Freundlichkeit, Gelassenheit und den Humor der Australier – sprich „the Aussie way of life!“ Hier scheint es immer für alles eine Lösung zu geben. Und wenn es keine Lösung gibt, dann gönnt man sich ein paar Drinks und schaut wie die Welt am nächsten Tag aussieht. „No worries, mate!“ ist ein Motto, das sich in der Zwischenzeit auch auf uns übertragen hat.

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Besonders beeindruckt sind wir aber von der unkomplizierten Hilfsbereitschaft und Gastfreundschaft, die wir hier angetroffen haben. Stellvertretend dafür sind Dino und Winnie: Wir haben die beiden vorher noch nie gesehen – trotzdem haben sie uns von Anfang an wie beste Freunde behandelt und uns in allen Belangen unterstützt. Einfach so. Ohne sie wäre unsere bisherige Reise wohl kaum so schön und glücklich verlaufen. Oder Ray und Kay, auf deren Campingplatz wir im Augenblick wohnen und arbeiten, und die an Grosszügigkeit nicht zu überbieten sind… Aber was wir hier auf diesem Campingplatz genau tun und wo wir gerade sind erfährst du in unserem nächsten Reisebericht. Und der kommt bestimmt noch vor Juli… bleib dran!!

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Möchtest Du wissen wie es mit unserem Myanmar-Projekt weiter geht? Sorry, da müssen wir dich noch ein wenig um Geduld bitten. Nur soviel: Im Hintergrund läuft so einiges… wir hoffen, dass wir nächsten Bericht informieren können!

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Mehr Fotos im Menu unter „Fotos Australien 1“