Zurück im „Goldenen Land“

The Golden Rock

The Golden Rock

Es war ein spezielles Gefühl, nach über drei Monaten wieder an „unsere“ Schule in Myanmar zurückzukehren. Wir haben den Ort Ende November mit schönsten Erfahrungen und Erinnerungen verlassen. Wie wird es wohl dieses Mal sein? Wie werden wir empfangen? Waren die Beziehungen, die wir damals aufgebaut haben, nur oberflächlich oder ist da mehr dahinter? Und wäre es nicht besser gewesen, es einfach bei den schönen Erinnerungen von damals zu belassen und nicht mehr zurückzukehren?

Nein! Da wir nach wie vor überzeugt waren, das Richtige zu tun, waren jegliche Zweifel und Unsicherheiten sofort wieder weggewischt. Und spätestens als wir in der Schule ankamen, und sofort von unseren ehemaligen Schülern und Freunden herzlich empfangen wurde, war für uns klar: Hier gehören wir hin!

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Bildung & Gesundheit

Unser letzter Einsatz im November war mit nur gerade 2 Wochen leider sehr kurz. Von den Englischkenntnissen, die sich die Kinder damals angeeignet haben, war nicht mehr viel übrig. Einmal mehr wurde uns klar: Wenn wir hier wirklich etwas bewegen möchten, müssen wir länger vor Ort sein. Dennoch war unser erster Einsatz enorm wichtig: Wir haben damit eine solide Basis für unsere zukünftige Tätigkeit geschaffen und wir konnten wichtige und vertrauensvolle Beziehungen zu SchülerInnen, Schulleitung und LehrerInnen aufbauen.

Gleich am zweiten Tag haben wir wieder angefangen zu arbeiten. Während ich mich mehrheitlich aufs Unterrichten beschränkte, hat Vero auch angefangen, eine saubere Schulapotheke aufzubauen.

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Frühe Hochzeit

Die Tage vergingen wie im Flug, und jeder Tag brachte wieder neue spannende Begegnungen und Erlebnisse. Einmal waren wir beispielsweise bei der Hochzeit einer Lehrerkollegin eingeladen: Im Vergleich zu „unseren“ Hochzeiten beginnen in Myanmar die Festivitäten bereits morgens um 7 Uhr. Die Männer werden mit Zigaretten, die Damen mit Blumen empfangen. Dann beginnt eine farbenfrohe Zeremonie mit endlosen Fotoshootings mit dem Brautpaar. Und dann gibt es (quasi zum Frühstück) so viel Kuchen und Eis, bis man beides nicht mehr sehen kann. Und dann ist auch schon 11 Uhr (vormittags), und die Hochzeit ist bereits vorbei.

As guests, we were dressed in the traditional Myanmar dress.

As guests, we were dressed in the traditional Myanmar dress.

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Zukunftspläne…

Obwohl wir uns bereits an die Herzlichkeit der Myanmaren gewöhnt waren, wurden wir immer wieder aufs Neue überrascht. Täglich wurden uns von Schülern, Freunden oder völlig unbekannten Leuten kleine Geschenke gebracht oder wir wurden zum Essen oder auf Drinks eingeladen. Und egal wo man hinschaut: Man wird garantiert angelächelt! Kein anderes Lächeln ist so ehrlich und kommt so direkt von Herzen wie das „myanmarische!“

Zwar schlafen wir hier ausschliesslich auf dem Boden, waschen uns mit schmutzigem Wasser und verzichten auf jeglichen Komfort. Trotzdem fühlen wir uns in Myanmar wohl wie nirgendwo sonst.

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Wie bereits angetönt, planen wir im Herbst 2015 ein drittes Mal ins „Goldene Land“ zurückkehren – dann aber gleich für mehrere Monate. Nur so können wir an der Schule langfristig und nachhaltig etwas aufbauen und den über 2100 Kindern zu einer besseren Zukunft verhelfen. Auch sind wir daran, eine Organisation zu gründen und Spenden zu sammeln, damit wir verschiedene Projekte realisieren können. (Weitere Infos dazu gibt es spätestens im Juni hier auf dem Blog.) Wir machen dies nicht aus politischen, religiösen und schon gar nicht aus wirtschaftlichen Gründen, sondern einfach nur, weil

wir Spass daran haben und spüren, dass wir das Richtige tun.

Schon jetzt können wir es kaum erwarten, zurück nach Myanmar zu gehen.

Would it not be nice if every student had at least his own bed?

Would it not be nice if every student had at least his own bed?

Ab in den Süden!

Zuerst führt uns unsere Reise aber noch in eine ganz andere Richtung: Die nächsten drei Monate werden wir in „down under“ (Australien) verbringen. Dort werden wir uns aber mehr aufs Englisch lernen statt aufs Reisen konzentrieren. Wir freuen uns jetzt schon riesig auf echte Betten, Pizza, Müesli und all die anderen Annehmlichkeiten für „Körper und Seele“ aus der westlichen Welt!

Möchtest du Wissen was Australien abgesehen von Kängurus und Koalas sonst noch zu bieten hat? Oder hast Du gar Interesse, unser „Myanmar-Projekt“ zu unterstützen? Bleib dran – spätestens Anfang Juni erfährst du mehr!!!

Ganz herzliche Grüsse,

Silvan & Veronica

P.S: Mehr Fotos unter Fotos Asien / Myanmar 2

 

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