Vietnam: Von Motorbikes, Buchten und Heiratsanträgen

Unser Vietnam-Trip hat schlecht angefangen! Aus dem heissen Bangkok sind wir im winterlichen Hanoi gelandet – völlig unvorbereitet auf die Kälte! Niemals wären wir auf die Idee gekommen, dass es in Vietnam eine kalte Jahreszeit geben könnte – aber die gibt es tatsächlich! Zudem wäre im Dezember in Vietnam theoretisch auch Trockenzeit – aber eben, nur theoretisch.

Nach einer Weihnachtsparty mit viel Bier (so feiert man im teilweise christlichen Vietnam anscheinend Weihnachten) erkundigten wir am nächsten Tag die Hauptstadt Hanoi. In dieser Stadt gibt es 8 Mio Einwohner und 4 Mio Motorbikes (wir hatten das Gefühl, es sei eher umgekehrt). Diese fahren einem ständig um die Ohren, und man muss als Fussgänger höllisch aufpassen, dass man nicht überfahren wird. Verkehrsregeln oder Ampeln sind hier anscheinend keine Vorschriften, sondern – so scheint es – bloss Empfehlungen. Immer wieder wurden wir überrascht, was man auf so einem Motorbike alles transportieren kann: Schweine, Kühe und ganze Motorräder sind durchwegs die Norm und nicht die Ausnahme (siehe Fotos „Vietnam“)!

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Zur Erholung unternahmen wir eine Wanderung zu abgelegenen Bergvölkern im Ba Be Nationalpark. Dort gab es zwar (fast) keine lärmigen Motorbikes, dafür umso mehr Wasserbüffel, und noch viel mehr kreischende Hähne, welche uns jeweils ab 3 Uhr morgens nicht mehr schlafen liessen.

Nach einer wunderschönen Motorradtour in Ninh Binh zwischen steilen Kalkfelsen und saftig grünen Reisfeldern (siehe Artikel „Unterwegs auf Vietnams Landstrassen“) gingen wir zurück nach Hanoi, denn wir erwarteten Besuch aus der Schweiz: Unser langjähriger Freud Thomas G. besuchte uns für zehn Tage auf unserer Reise. Die Freude über seinen Besuch liess auch zwischenzeitliche Krankheit und „Reise-Durchhänger“ vergessen. Mit Thomas erlebten wir ein Highlight nach dem anderen: Zuerst besuchten wir die wohl spektakulärste Bucht der Welt, die „Halong Bay“ im Norden Vietnams. Die unzähligen riesigen Kalkfelsen, die steil aus dem smaragdgrünen Meer herausragen, waren schlicht umwerfend schön!

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Zusammen reisten wir weiter Richtung Hue und Hoi An in der Mitte des Landes. Dank Thomas’s Charme schafften wir es, eine ganze Hotel-Reception zum „We are the World“ singen zu überreden, wurden von zwei jungen Vietnamesinnen zum Spaghetti kochen in ihrer Wohnung eingeladen oder lernten das Geheimnis des „echten“ vietnamesischen Karaokes kennen. Thomas’s Charme auf die vietnamesischen Frauen war überwältigend: Praktisch in jeder Stadt wurde ihm direkt oder indirekt ein Heiratsantrag von einer jungen Dame gemacht. Einer dieser indirekten Heiratsanträge sah folgendermassen aus: Eine junge Hotelangestellte liess über eine Kollegin ausrichten, sie würde Thomas gerne kennen lernen. Als Thomas darum bat, die junge Frau doch einmal zu sehen, versteckte sie sich hinter dem Vorhang und traute sich nicht hervorzukommen. Es ist wohl überflüssig zu erwähnen, dass aus dieser Liebe nichts wurde…

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Überhaupt sind die Menschen in Vietnam mehrheitlich zurückhaltend, scheu und sehr traditionsbewusst. In Nordvietnam wirken sie eher kalt und verschlossen – was wahrscheinlich mit dem Vietnamkrieg zu erklären ist. Je weiter man Richtung Süden kommt, desto freundlicher, herzlicher und offener wirken sie. Dies kriegten wir vor allem im wunderschönen Mekong-Delta zu spüren, welches wir leider ohne Thomas bereisten – er musste uns in Ho Chi Minh bereits wieder in Richtung Schweiz verlassen. Es war wunderschön, nach 6 Monaten wieder ein vertrautes Gesicht zu sehen, gemeinsam neue Erlebnisse zu machen und endlich wieder einmal die von Thomas mitgebrachten Speisen aus der Heimat zu geniessen. (Niemand wird uns glauben, wie sehr man das Essen von Zuhause vermissen kann!!!)

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Das Mekong-Delta ist für uns ganz klar die schönste Region Vietnams: Es ist ein riesiges Gebiet voller grosser, kleiner, noch kleineren und noch viel kleineren Flüssen und Bächen, die durch eine äusserst fruchtbare Landschaft fliessen, sich immer wieder verzweigen und verästeln und irgendwann ins Meer übergehen. Es ist ein wahres Vergnügen, dieses Gebiet südlich von Ho Chi Minh per Motorrad und Boot zu erkunden (siehe Artikel „Unterwegs auf Vietnams Landstrassen“)! Wir haben uns geschworen, eines Tages zu den Kokospalmen und Reisfeldern hier zurückzukehren.

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Überhaupt sind wir, trotz Startschwierigkeiten, begeistert von Vietnam! Es ist bisher das wohl vielfältigste und abwechslungsreichste Land das wir besucht haben. Zwar muss man stets auf der Hut sein, von den geschäftstüchtigen Vietnamesen nicht über den Tisch gezogen zu werden – jeder möchte einem ständig irgend etwas verkaufen! – aber richtig schlechte Erfahrungen haben wir keine gemacht. (Abgesehen von einem Hotelzimmer, das wir bereits bezogen hatten, und das – als wir später zurück kamen – von einer anderen Person bewohnt wurde.)

Zudem ist Vietnam mit seinen vielfältigen Landschaften, Märkten, Ochsenpflügen, Spitzhüten etc. ein äusserst authentisches und ursprüngliches Reiseland (siehe Artikel „Vietnams Märkte“).

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Würde unser Visum nicht ablaufen, wären wir gerne noch ein paar Tage hier geblieben. Aber die Freude auf das, was als nächstes kommt, lässt die Trauer schnell vergessen: Mit Indien wartet wohl einer der grössten Leckerbissen dieser Reise auf uns!

Werden wir in Indien wohl zu Bollywood-Stars gekürt, oder werden wir unsere eigene Yoga- Tantra- oder Kamasutra-Sekte gründen?

Du erfährst es irgendwann im Februar – bleib dran!

Herzliche Grüsse,

Silvan & Veronica

Unterwegs auf Vietnams Landstrassen

…oder mit dem Motorrad auf Entdeckungsreise

Wir lieben es, mit dem Scooter unterwegs zu sein und fern vom Massentourismus die versteckten Nebenstrassen und somit Vietnams atemberaubende Landschaften zu erkundigen. In keinem anderen Land haben wir eine so abwechslungsreiche Landschaft entdeckt wie hier. Besonders schön war eine Tour im Norden (Ninh Binh), wo wir mit dem Motorrad zwischen riesigen Ananas-Plantagen und Reisfeldern unterwegs waren. Das alleine wäre ja noch nichts besonderes, wären da nicht diese riesigen Kalkfelsen, die wie Säulen senkrecht aus der Landschaft herausstechen und somit ein einzigartiges Bild schaffen. Entlang dieser Kalkfelsen fliessen oft kleine Flüsse, die durch teilweise riesige Tunnels unterhalb der Felsen miteinander verbunden sind. Mit Ruderbooten lässt sich diese atemberaubende Umgebung am besten erkunden.

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Weiter südlich hat die Landschaft ein total anderes Gesicht: Von Hue aus (etwa in der Mitte des Landes) unternahmen wir eine Töff-Tour, die uns durch endlose Reisfelder und Gräber führte. Aber was haben denn Gräber mit den Reisfeldern zu tun? Offiziell gibt es hier keine Friedhöfe – die Hinterbliebenen müssen ihre Angehörigen auf ihrem Grundstück begraben. Deshalb sieht man oft mitten in den Reisfeldern oder hinter den Häusern riesige Grabsteine herausragen, welche der Landschaft ein sehr eigenes Bild geben.

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Die Feldarbeit der vietnamesischen Bauern ist harte Knochenarbeit! Praktisch alles wird von Hand oder mit Hilfe von Ochsenpflügen verrichtet. Für Maschinen fehlt das Geld. Oftmals fühlten wir uns in eine andere Zeit zurückversetzt, wenn wir den Bauern bei der Arbeit auf den Reisfeldern zusahen. Egal wo wir auf unseren Motorrad-Touren hinkamen, die Leute haben sich stets zu uns umgedreht, uns gewunken und freundlich gegrüsst. Kamen wir jeweils in einem Dorf an oder besuchten die lokalen Märkte, waren wir die Attraktion des Tages, wenn nicht sogar des Monates oder Jahres. Vor allem mit den neugierigen Kindern kamen wir immer schnell in Kontakt.

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Die wohl schönste Motorrad-Tour unternahmen wir im Mekong-Delta. In unserem „Lonely Planet“-Reiseführer steht geschrieben, dass es schwierig sei, dieses Gebiet auf eigene Faust zu erkundigen – geführte Touren seien sehr empfohlen! Und genau deshalb sind wir ohne Führer in die Stadt „Ben Tre“, mitten im Mekong-Delta gereist, haben uns einen Töff gemietet und sind losgefahren. Und wurden auch reichlich dafür belohnt!

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Unsere Touren führten uns entlang leuchtend grüner Reisfelder und durch unzählige Kokos-Wälder, über versteckte und fast unpassierbare Feldwege und Brücken hin zu einsamen Häusern und Dörfern. So machten wir u.a. Bekanntschaften mit Honig-, Kokos oder Reisbauern und natürlich der „ganz normalen“ Landbevölkerung. Die Mehrheit unserer neuen „Freunde“ hatten wahrscheinlich zum erstem Mal überhaupt Kontakt mit Touristen! Immer wieder wurden wir mit Früchten, Honig oder anderen lokalen Köstlichkeiten bewirtet.

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Die Einwohner Südvietnams sind an Herzlichkeit kaum zu überbieten! Eine der schönsten Begegnungen – man glaubt es kaum – war auf einer Beerdigung! Die traditionelle Live-Musik in einem festlich geschmückten Haus machte uns neugierig. Deshalb näherten wir uns und wurden hereingebeten und sofort mit Tee und Früchten bewirtet. Als wir dann den Sarg sahen, war für uns klar, dass dies kein normales Fest, sondern eine traditionelle Beerdigung war, wo sich die ganze Familie für drei Tage versammelt hat. Die Mutter eines alten Soldaten, der vor 45 Jahren zusammen mit den Amerikanern im Vietnamkrieg aktiv war (und deshalb ein paar Brocken Englisch sprach), war verstorben. Von Trauer war jedenfalls keine Spur (anscheinend weint man nur am ersten Tag), und so führten wir eine interessante Unterhaltung. Zum Abschied wurden wir mit einem Sack voller Früchte aus der Region beschenkt. Beerdigungen können auch schön sein.

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Auf so einer Reise lernt man immer wieder Neues: Zum Beispiel haben wir die wohl speziellste Form des Recyclings kennen gelernt, die wir euch nicht vorenthalten möchten: In einem abgelegenen Restaurant haben wir nach der Toilette gefragt. Wir wurden hinters Haus geführt, wo ein Steg in einen Weiher führte. Am Ende des Steges war eine kleine Plattform mit einem Loch in der Mitte – also das WC. Kaum liess man etwas ins Wasser plumpsen, begann es unter einem zu sprodeln: Ein riesiger Schwarm grosser Fische stürmte heran und verschlang alles in Sekundenschnelle. Sofort war „Ordnung!“ Das wäre ja eigentlich gar nicht so schlimm – das Problem war mehr die Speisekarte des Restaurants: Es war ein Fisch-Restaurant!

(„Schatz, ich komm gleich, ich muss nur mal noch kurz die Fische füttern!“)

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Übrigens: Wie mietet man in Vietnam ein Motorrad? Ganz einfach: Man sagt im Hotel: „Ich möchte gerne ein Motorrad mieten.“ Der Receptionist antwortet: „Du kannst fahren, oder?“ Meine Antwort: „Ja, natürlich!“ Ich drücke ihm die 7 Dollar in die Hand, er gibt mir das Motorrad – und ab geht es… Niemand soll sagen, Vietnam sei ein bürokratisches Land!

P.S: Theoretisch wäre es in Vietnam für Ausländer eigentlich verboten, ein Motorrad zu mieten… Theoretisch!

 

Vietnams Märkte – oder „darf es bitte ein bisschen weniger authentisch sein?“

Vietnams Märkte sind die wohl aufregendsten von ganz Südostasien! Was man hier alles angeboten kriegt, ist nichts für schwache Nerven, und schon gar nichts für Tierfreunde! Aber beginnen wir mit dem harmloseren Teil, nämlich dem „Vegetarischen“: In keinem anderen asiatischen Land sind die Märkte so bunt wie in Südvietnam!

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Das Markttreiben beginnt in jedem Dorf bereits in den frühen Morgenstunden. Unzählige Früchte in allen Farben und Formen werden angeboten – Mangos, Ananas, riesige „Stinkfrüchte“ (Durian), Drachenfrüchte, Lychees… und auch ganz viele Früchte, die es anscheinend nur in Vietnam gibt.DSC_0175

Es riecht nach frischen Kräutern, Gemüse, Ingwer, Knoblauchpaste… Hier ist man am Puls des Lebens! Motorräder drängen sich zwischen den Kunden und den Verkaufsständen durch, Marktfrauen preisen ihre Ware an, und ein Lotterie-Verkäufer mit einem Affen auf dem Gepäckträger seines Fahrrades versucht seine Glücksscheine loszuwerden.

 

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Trotz moderner Einkaufszentren haben die Märkte ihre Bedeutung noch lange nicht verloren. Sie sind Dreh- und Angelpunkt des täglichen Lebens, absolut authentisch, von Vietnamesen für Vietnamesen – und nicht bloss Veranstaltungen für Touristen. Dies macht sich vor allem in der Fleisch-Abteilung bemerkbar. Zwischen Schweinelebern, Füssen, Ohren, Gedärmen etc. bahnt man sich seinen Weg zur Geflügel-Abteilung, wo unzählige geschlachtete Enten, Hühner, Wachteln oder andere Vögel zum Verkauf angeboten werden.

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Wem ein ganzes Huhn zu viel ist, kann auch gerne nur die Hühnerkrallen oder Enten-Eingeweide kaufen. Völlig ungekühlt, versteht sich. Übrigens: eine vietnamesische Spezialität sind befruchtete gekochte Eier – das Kücken ist schon deutlich erkennbar. Für uns eher gewöhnungsbedürftig… Lässt man sich von den intensiven Markt-Gerüchen nicht abschrecken, landet man schliesslich in der Fisch-Abteilung.

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In grossen und kleinen völlig überfüllten Bassins schnappen Fische verzweifelt nach Luft. Alle möglichen Arten von Krebsen zappeln und grosse und kleine Aale winden sich in ihren viel zu engen Becken hin und her. Ab und zu fällt ein Tier beim vermeintlichen Sprung in die Freiheit auf den Boden und verschwindet irgendwo unter einem Marktstand. In stoischer Ruhe nimmt die Verkäuferin einen zappelnden Frosch nach dem anderen aus dem Kübel, und ehe es die Frösche merken, finden sie sich in acht Stücke zerlegt in einem Plasticksack wieder… Es ist schrecklich, eklig, aber dennoch faszinierend zu sehen, mit welch gekonnten Griffen und in welcher Geschwindigkeit die Marktfrauen grosse und kleine Fische töten, zerstückeln oder filetieren.

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Unter einem Gitter windet sich ein Haufen Schlangen – auch sie warten, genau gleich wie die Ratten im Metallkäfig neben ihnen, bis ein Käufer kommt und sie in die Pfanne haut. Die Schildkröten, die ruhig übereinander gestapelt im Kübel nebenan sitzen, scheinen nicht zu ahnen, welches Schicksal sie in Kürze erwartet. Dass man in Asien auch Hunde und Katzen isst, war uns bekannt. Aber sie, im wahrsten Sinne des Wortes, „pfannenfertig“ auf dem Marktstand liegen zu sehen, liess uns die Lust auf Fleisch für einige Tage vergehen.

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Ganz klar: Wir lieben es, fremde Länder zu entdecken und möglichst echte und authentische Erfahrungen zu machen. Trotzdem wären wir manchmal froh, wenn es ein kleines bisschen weniger authentisch wäre…

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Vietnam: Un pais con diversidad

Nuestro viaje en Vietnam empezó con el pie izquierdo! Dejamos atrás en Thailandia temperaturas tropicales y aterrizamos en Hanoi con un cielo nublado y temperaturas de 10 grados- y nosotros no estuvimos preparados en absoluto para el frío! Nunca hubiéramos pensado que podría haber una estación fría en Vietnam – pero en realidad la hay! También teoréticamente en diciembre es temporada seca pero sólo en teoría.

Después de una fiesta de Navidad con mucha cerveza (celebración típica en Vietnam) visitamos al día siguiente la ciudad. Hanoi tiene 8 millones de habitantes y cuatro millones de motocicletas (nosotros teníamos la sensación de que era al revés). Es increible los motociclista estan en todas partes, y uno tiene que tener mucho cuidado como peatón. Normas de tráfico o semáforos no son aparentemente reglas aquí, pero – al parecer – meramente recomendaciones. Nos sorprendió una y otra vez el tipo y cantidad de mercancías que transportan en una moto: desde cerdos, vacas, perros, patos, etc hasta cuatro personas y al parecer cada uno tiene su sistema. (ver fotos „Vietnam“)!

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Después de experimentar la vida citadina, realizamos una excursión a los pueblos remotos en las montañas del Parque Nacional Ba Be. Aquí (casi) no hay motos ruidosas, pero un montón de búfalos de agua, y muchos gallos cantando en la mañana, los cuáles nos despertaban cada 3 horas.

Después de un tour hermoso en moto en Ninh Binh entre acantilados de piedra caliza escarpadas y campos verdes exuberantes de arróz (ver el artículo „En las carreteras de Vietnam“) volvimos a Hanoi, a dar la bienvenida a nuestra visita de Suiza. Nuestro buen amigo Thomas G. nos visitó por el lapso de diez días durante nuestro viaje. La alegría de su visita fué medicina para una fuerte gripe y el mal temporal que estabamos viviendo. Con Thomas experimentamos un punto culminante tras otro: Primero visitamos la Bahía de Ha Long más espectacular en el mundo, localizada en el norte de Vietnam. Las innumerables y enormes rocas de piedra caliza que sobresalen abruptamente desde el mar esmeralda, fueron simplemente espectacular e innolvidable!

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Juntos viajamos hacia Hue y Hoi An en el centro del país. El encanto de Thomas, logró persuadir a los empleados del Hotel y otros viajeros a cantar „We are the World“ en la recepción del hotel. A parte de eso dos mujeres jóvenes vietnamitas nos invitaron a cocinar espagueti en su apartamento y luego descubrimos el secreto del „real“ karaoke vietnamita. Fué hermoso ver después de 6 meses, un rostro familiar y hacer nuevas experiencias juntos y finalmente disfrutar de la comida traída por Thomas. (Nadie nos va a creer lo mucho que uno se extraña la comida de casa!!!)

En general en el Norte de Vietnam, la mayoría de las personas son reservadas, tímidas y muy tradicional, a lo mejor esto se debe al frío o las secuelas de la guerra. En cuanto uno se va aproximando hacia el sur, la gente es amable, cordial y abierta. Lamentablemente el viaje por el Mekong lo realizamos solos ya que las vacaciones de nuestro amigo se terminaron. !!!)

El Delta del Mekong es para nosotros claramente una de la más hermosa regiónes de Vietnam: Es un área enorme llena de ríos y arroyos grandes y riachuelos los cuáles fluyen a través de un paisaje extremadamente fértil, hasta fundirse en el mar. La mejor manera de explorar esta región es moto y barco (ver artículo „En las carreteras de Vietnam“)! Nos hemos prometido volver aquí un día.

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En general, a pesar de las dificultades que se presentaron al inicio quedamos encantados con Vietnam! Hasta ahora es el país más diverso en cuanto a las regiones y paisajes que hemos visitado. Si bien hay que estar siempre en guardia para no ser estafados no tuvimos ninguna muy mala experiencia. (Aparte de una habitación de hotel reservada que fué alquilada a alguién más, a pesar de que nosotros teníamos pertencias en la misma).

Por otra parte, Vietnam, con su diversidad de paisajes, mercados auténticos,arado con bueyes, sus típicos sombreros etc. es sin duda un destino muy auténtico y original (ver artículo „Los mercados de Vietnam“).

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Si nuestra visa no hubiese caducado, nos hubiese encantado quedarnos un poco mas de tiempo y seguir disfrutando de las bellezas que ofrece Vietnam. Pero luego de la tristeza viene la alegría y por supesto teniendo a India como nuestro siguiente destino, este nos habre la puerta a otro mundo.

O si derepente nos convertimos estrellas de Bollywood, o empezamos nuestra propia escuela de Yoga Tantra o Kama Sutra? Todo esto lo descubrirán en el próximo artículo, no se lo pierdan!!

Un Cordial Saludo,

Veronica & Silvan

En las carreteras de Vietnam

… con la moto en una expedición

Nos encanta descubrir nuevos sitios con la moto lejos de todos los turistas e investigar senderos ocultos y así admirar paisajes impresionantes. En ningún otro país tuvimos un paisaje tan variado, como aquí en Vietnam. Especialmente agradable fue una gira en el norte (Ninh Binh), donde recorrimos en motocicleta entre plantaciones de piñas y enormes campos de arróz. Fascinate son también los enormes acantilados de piedra caliza que sobresalen como pilares verticalmente en el paisaje, creando así una imagen única. A lo largo de estas calizas, a menudo fluyen rios y riachuelos, los cuáles están interconectados por enormes túneles por debajo de las rocas. Con botes de remos es la mejor manera de explorar este impresionante entorno.

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Más al sur, el paisaje es totalmente diferente: a partir de Hue (ubicado más o menos en el centro del país), realizamos una excursión en moto la cuál nos llevó a través de interminables campos de arroz y tumbas majestuosas.

Pero que tienen que ver las tumbas con los campos de arroz? Oficialmente, no hay cementerios – las familias tienen que enterrar a sus seres queridos en su propiedad, es por eso que a menudo se ve tumbas en medio de los campos de arroz o detrás de las casas, pero en esta región las tumbas imponentes, muchas de ellas se asemejan a hermosos templos las cuáles dan al paisaje una imagen muy propia.

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El trabajo en el campo sembrando o cosechando arróz es un trabajo muy duro! Prácticamente todo lo realizan con las manos o con la ayuda de bueyes, maquinaria casi no existe. A menudo nos sentimos trasladados a otra época, al ver a los agricultores trabajando los campos de arroz. No importó cuál fué nuestra ruta con la motocicleta, la gente que hemos encontrado en el camino, siempre fueron muy amables y curiosos. En cada pueblo que visitamos los mercados locales, fuimos la atracción del día, por no decir del mes o quizá del año.

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Probablemente el viaje mas bello en moto fué alerededor del Mekong. En nuestra guía „Lonely Planet“ está escrito que es muy difícil visitar esta área por la propia cuenta – y por este motivo las visitas guiadas son muy recomendables! Y justamente por esta razón visitamos esta región sin un tour organizado. „Ben Tre,“ fué la primera ciudad que visitamos en el Mekong, aquí rentamos una motocicleta y nos encaminamos a descubrir esta bellísima región y fuimos recompensados por ello!

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Nuestros recorridos nos llevaron por caminos casi intransitables de tierra, puentes estrechos, casas y aldeas aisladas a lo largo de los campos de arroz de color verde brillante y por innumerables bosques de coco, así conocimos a los agricultores y productores de coco, arróz, miel, etc. La mayoría de nuestros nuevos „amigos“ tuvieron probablemente por primera vez en la historia contacto con turistas! Una y otra vez nos dieron la bienvenida con frutas, miel u otros manjares locales.

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Uno de los encuentros más bellos – lo crean o no – fue en un velorio! La música tradicional en vivo en una casa decorada festivamente nos llamó la atención. Por lo tanto, nos acercamos y rápidamente nos pidieron que entraramos y de inmediato nos sirvieron té y frutas. Cuando vimos el ataúd, nos dimos cuenta que no era una fiesta sino un funeral tradicional, donde toda la familia se reúne durante tres días. La madre de un soldado veterano, que hace 45 años cooperó activamente con los estadounidenses en la guerra de Vietnam (y por lo tanto de hablaba un poquito de Inglés), había fallecido. Al parecer en el velorio no se siente la tristeza, (según la tradición ellos lloran solo el primer día), por lo que presentó una interesante conversación en medio del velorio. Al partir, nos obsequiaron una bolsa llena de frutas de la región. Para nuestro parecer los velorios también puede ser bellos.

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En un viaje como siempre se aprende algo nuevo, por ejemplo: hemos llegado a conocer una forma muy especial de reciclaje que queremos compartir con ustedes: En un restaurante alejado del pueblo pedimos prestado el baño, rápidamente nos llevaron detrás de la casa, y nos señalaron un pequeño puente el cuál conducia hacia un estanque. Al final del puente se veía una pequeña plataforma con un agujero en el medio – este era el baño. Y bueno de inmediato se empezó a mover un enorme enjambre de peces grandes los cuáles reciclaban todo y en un abrir y cerrar de ojos „todo estaba limpio!“ En realidad no era tan mala idea – hasta que observamos en el menu del restaurante que ofrecían pescado frito o con otras conbinaciones. Y que tal si escuchas:

(„Cariño, ya regreso sólo necesito un paar minutos para alimentar a los peces!“)

...pure recycling toilet!

…pure recycling toilet!

Por cierto: ¿Cómo debes alquilar una moto en Vietnam? Es muy sencillo: preguntas en la recepción del hotel: „. Me gustaría alquilar una moto“ La recepcionista te responde: “ pero usted si puede manejar una moto o no? “ Mi respuesta: „¡Sí, por supuesto“ le entrego 7 dólares en su mano, y ya es mi moto! … Nadie debería decir que Vietnam es burocrático!

PS: En teoría es prohibido en Vietnam alquilar motos por parte de los extranjeros … Pero solo en teoría!

Los mercados en Vietnam – „Podrian ser un poco menos auténticos?“

Los mercados en Vietnam son los más emocionantes de todo el sureste de Asia! Lo que se obtiene aquí o todo lo que ofrecen, no es para los débiles de corazón y ciertamente no para los amantes de los animales! Pero vamos a empezar con la parte más inofensiva. Ningún otro mercado de los países de Asia son tan coloridos como los de Vietnam del Sur!

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La vida del mercado comienza en cada pueblo en las primeras horas de la mañana. Frutas incontables en todas las formas y colores están disponibles – mangos, piña, enormes „Frutas apestosas o “ (Durian), fruta de dragón, lichis … y otra buena cantidad de frutas, que al parecer sólo existen en Vietnam. Huele a hierbas frescas, verduras, jengibre, pasta de ajo, etc … Aquí se siente el pulsar de la vida! Motociclistas se agolpan entre los clientes y los puestos de venta donde las mujeres pregonan sus mercancías, y un vendedor de lotería con un mono en el portaequipajes de la motocicleta trata de vender sus billetes.

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A pesar de los modernos centros comerciales, los mercados no han perdido su significado. Estos son una pieza clave de la vida cotidiana, son absolutamente auténticos, de vietnamitas para vietnamitas – y no sólo de eventos para los turistas. Esto se nota especialmente en el departamento de carne. Entre hígados de cerdo, patas, orejas, intestinos, etc. se abre un camino a la sala de las aves de corral, donde ofrecen una infinidad de patos, pollos, codornices y otras aves para la venta.

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Aquí encuetras pollos vivos o sacrificados desde las patas hasta la cabeza, huevos cocidos, etc. Por cierto, una de las especialidades en Vietnam son huevos fecundados con los polluelos claramente visibles, los cuáles son una delicatessen de la cocina camboyana. … Continuando la ruta por el mercado los olores se intensifican y finalmente llegamos al departamento de peces, donde ofrecen peces grandes y pequeños los cuáles tratan de tomar aire en pequeñas tinas con agua, en los mejores de los casos tienen oxígeno.

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Todos los tipos de cangrejos se retuercen y se retuercen, anguilas grandes y pequeñas en sus estrechas tinas tratan de moverse. De vez en cuando un pez salta buscando la libertad y cae en el suelo, en una tina mas grande y con más agua o desaparece en algún lugar debajo de un puesto del mercado. Derepente un vendedor toma una rana tras de otra, y antes de que estas se den cuenta se encuentran cortadas en ocho piezas en una funda de plástico. Es horrible, repugnante, pero también fascinante ver, la habilidad y la velocidad con la que las mujeres del mercado matan, desmiembran o filetean pescados grandes y pequeños.

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Bajo una rejilla derepente observamos serpientes – las cuáles esperan a un comprador al igual que las ratas en la jaula de metal junto a ellas. Las tortugas apiladas en una tina al lado no parecen imaginar lo que el destino les ha deparado. Nosotros ya sabíamos que aquí en Asia comen perros, gatos, etc. Pero, al ver todos estos peces, anfibios, etc con nuestros propios ojos en los mercados y listos para ser preparados nos quitó el apetito para todo tipo de carnes por algunos días.

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Está claro que nos gusta explorar países extranjeros y hacer experiencias genuinas y auténticas. Sin embargo, nos gustaría a veces si fuese un poco menos auténtico 😉 …

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Bangkok 2001 – aus der Sicht eines jungen Backpackers

Liebe Blog-Leserinnen und Leser,

 Dieser Artikel hat nur indirekt mit unserer jetzigen Reise zu tun: Es ist ein Bericht, den ich als 23 jähriger Backpacker im Jahre 2001 an einige Freunde schrieb, nachdem ich zuvor mit einem Freund Kanada, USA, Neuseeland und Australien besucht und dann alleine nach Thailand weiterreiste. Ich musste laut lachen, als ich diesen Bericht bei meinem zweiten Besuch in Bangkok im Dezember 2014 wieder durchlas. Viel hat sich anscheinend nicht verändert. Aber lest selber…

Da ich im Augenblick alleine reise, brauche ich einfach jemandem, an dem ich meine Laune auslassen kann. Und nur ihr ausgesuchten Leute müsst dafür hinhalten! Und zwar geht es um meinen ersten Tag in Bangkok:

Schon im Flug hatte ich das grosse Glück, neben einem alten Sack zu sitzen, der keine Worte von sich gab, dafür in Körpersprache ein Genie war: möchte nicht wissen, wieviele hundert mal der auf diesem Flug volles Rohr und in absoluter Selbstveständlichkeit, ja sogar noch mit Genuss, zu mir rüber gefurzt hat!

Dann, endlich angekommen in Bangkok: Nach langem herumfragen wird mir endlich von einer Thai Frau gesagt, in welche Reihe ich mich am Zoll stellen soll. Hab ich so gemacht, und bin als letzter von ca. 50 Leuten in die Rheie angestanden. Nach ziemlich genau einer Stunde mühsamen wartens war ich endlcih an der Reihe. Dann der Höhepunkt: Dieser abgelöschte Typ am Schalter lacht blöd, und sagt mir monoton: „Falsche Reihe“. (Mein Gedanke: „Verdammter Idiot!“) Und ich musste  mich in eine andere Rheie stellen, nochmals 50 Leute, nochmals zu hinterst…. und das am morgen um 2.00 Uhr. Das war das erste Mal auf der ganzen Reise, dass ich beinahe amok gelaufen wäre!!!

Anyway, um 3.00 war ich endlich im Hotel, und wollte mich genüsslich und schwungvoll auf die Matratze legen. Erster Gedanke beim Aufprall: „Aua!!!“

Grund: Die Matratze ist ein Brett mit 2 Wolldecken und einem Leintuch darüber. Schlaf, Kindlein schlaf, wie im Stall das Schaf!

Nun zur Stadt: In Bangkok wird in jeder Strasse und jeder Gasse alles angeboten, was man überhaupt anbieten kann. Was nicht halbverfault oder halbtot am Boden liegt, wird noch verkauft. Tot oder lebendig. Oder ein wenig von beidem. Und es gibt sooooo viele von diesen Essens-Ständen, es kann gar nicht so viele Leute geben, die das Zeugs alles fressen. Auf alle Fälle ist mir die Lust aufs Frühstück zwischen Schweineköpfen, Hühnerkrallen, gebratenen Bananen und Fischeingeweiden vergangen.

Das Mitagessen war dann cooler. Am Tisch neben mir sass ein älterer Mann. Mein Gedanke: Das ist das typische Beispiel fuer einen alten geilen Sextourist. Hab mich  dann per Zufall mit ihm unterhalten. Fact: Er sieht aus wie 50, ist aber 72 jahre alt. Seit langem ist er in Asien am rumreisen (Thailand, Bali, Laos, Vietnam, China……….), mit Bus oder Bike. Und er sagt, er brauche es richtig, in entlegene Gebiete zu gehen, wo kein Mensch hingeht, und keine Sau ihn versteht. Das sei richtiges Leben für ihn. Dieser Typ hat doch style, oder!!??

Zum Verkehr in Bangkok: Zwei Sachen hab ich mehr oder weniger unfreiwillig ausprobiert: Das eine ist der „Tuk Tuk“, quasi eine 3 Rad Kutsche mit Motor. Hat sich nicht bewährt, da man vor lauter Abgas nichts sieht, und beinahe verstinkt hintendrauf. Dann das Motorrad-Taxi, wo man hinten auf dem Töff sitzt. Solange man seine Knie eng macht, hat man alles in der eigenen Macht mögliche gemacht für die Sicherheit. Der Rest liegt – wie beim Tuk Tuk – beim Fahrer. Und die scheinen mit dieser Macht zu spielen. Gott, hab ich gebetet und gezittert, und gezittert und gebetet. Wie wir ohne Unfall angekommen sind, ist mir jetzt noch ein Rätsel. Verkehrsregeln scheint es in Bangkok nicht zu geben. Aber Unfälle komischerweise auch nicht.

Diese Verkehrsmittel sind preislich zwar günstig, aber sie haben einen Haken: Man sagt dem Fahrer wo man hinwill, aber er fährt das Ziel nur auf indirektem Weg an. Zuerst wird bei einem Shop gehalten, mit dem er irgendeinen Vertrag hat. Und bevor man nicht in diesen Shop reingeht (kaufen muss man nichts, nur reingehen) wird strikte nicht weitergefahren.

Dann wollte mir ein angeblicher Universitätsprofessor Edelsteine andrehen. Er wollte mich zum essen einladen, und mir irgendwelche Saphire und Zeugs unterjubeln, mit der Begründung, ich könne das zu Hause zum doppelten Preis wiederverkaufen. Er wollte mir ja nichts „aufschwatzen“, darum hat er mir ja auch in jedem zweiten Satz erklärt, wie einfach ich das Zeugs mit der Kreditkarte kaufen könne, und je schneller ich kaufe, desto günstiger. (Ja, liebe Leute, was ist das für ein Land wo „Universitätsprofessoren“ es nötig haben, als Nebenjob Touristen mit gefälschten Edelsteinen bescheissen müssen.)

Die Geschichte könnte noch lange weitergehen, der Tag war erlebnisreich. Aber einzigartig. Denn morgen verlasse ich diese stinkende Stadt in Richtung Norden. Hab bereits nach einem Tag definitiv genung davon.

Danke auf alle Fälle fuers zuhören resp. lesen.

Und bitte um Verständnis.

Silvan – auf der Flucht!

Für „Ferien“ nach Thailand

Nach Myanmar brauchten wir dringend Ferien! So komisch dies auch klingen mag, so ernst ist es gemeint: Nach Monaten intensiven Reisens waren wir wirklich müde, und wollten einmal für längere Zeit am gleichen Ort sein, um all die tollen Eindrücke, Erlebnisse und Begegnungen zu verarbeiten.

Thailand war der ideale Ort dafür: Dort konnten wir all die Visa-Formalitäten für die Weiterreise erledigen, hatten (endlich wieder einmal) tolle Internetverbindung und traumhafte Strände praktisch vor der Haustüre. Vor allem die Visas brauchten viel mehr Zeit als erwartet. Dass bei der Vergabe dieser Visas nicht immer alles mit rechten Dingen zugeht, Willkür herrscht und oft auch „Zusatzgelder“ fliessen (müssen), lernten wir schon in anderen Ländern. Besonders mühsam wird es aber dann, wenn man stundenlang vor einer Botschaft ansteht, endlich am Visa-Schalter ankommt und dann wieder weggeschickt wird, nur weil „über Nacht“ die Visa-Vorschriften geändert haben oder weil man einen Antrag statt mit schwarzem mit blauem Kugelschreiber ausgefüllt hat. Die Portion an buddhistischer Gelassenheit, die wir uns zuvor in Myanmar angeeignet haben, hat sich in diesen Situationen als sehr nützlich erwiesen.

Während unsere Visa-Anträge in Bangkok bearbeitet wurden, reisten wir zu verschiedenen Inseln in Süd-Thailand, die wir per Motorrad, auf- und auch unter dem Wasser erkundeten. Die wohl schönsten Strände mit weissem Sand und türkisblauem Wasser, gesäumt mit Kokospalmen und umrandet von steilen Kalkfelsen fanden wir in der Umgebung von Krabi. Der Strand aus dem Film „the Beach“ (mit Leonardo di Caprio) gilt zurecht als einer der schönsten auf der ganzen Welt.

Viel Zeit verbrachten wir mit Lesen oder mit dem Erstellen der Homepage für „unsere“ Schule in Myanmar (www.aungmyaeoo.com). Aber ganz ehrlich: So schön die Strände auch waren, wir merkten relativ rasch, dass Thailand definitiv nicht unser Reiseland ist. Der Massen- und Billigtourismus der letzten Jahre hat das Gesicht Thailands zu stark verändert, wenn nicht sogar zerstört. Pizzas und Hamburger sind einfacher aufzutreiben als Thai-Food. Und alle möglichen Parties (Vollmond, Halbmond, Leermond und wieder Halbmond) lassen die Nächte zum Tag werden und ziehen massenweise Party-Touristen an. All die Geschichten und Gerüchte zum Thema Thai-Sex-Tourismus sahen wir leider mit eigenen Augen bestätigt. Jedem das Seine – aber das war definitiv nicht unsere Welt. Ausserdem wurden wir zum ersten Mal auf der Reise krank und brauchten sogar Bettruhe. Nichtsdestotrotz: Wir genossen die Sonne und das Meer und das äusserst lebendige Bangkok, empfanden es aber fast als Weihnachtsgeschenk, als wir am 24. Dezember das Flugzeug in Richtung Hanoi (Vietnam) bestiegen und Thailand verlassen durften.

Alle nötigen Visas klebten in unserem Pass, wir waren gut ausgeruht und erholt und hatten – dank einer Einladung zum Mittagessen bei einer Thai-Familie – auch eine wunderschöne persönliche Begegnung mit den „Locals“, die uns sicher in Erinnerung bleibt. Kurz zusammengefasst: Wir waren bereit für neue Abenteuer in Vietnam!

De „Vacaciones“ a Tailandia

Después de Myanmar necesitábamos con urgencia vacaciones! Por extraño que pueda parecer, después de meses intensivos de viajes estábamos muy cansados y decidimos quedarnos por un largo tiempo en un mismo lugar para procesar todas las impresiones, experiencias y encuentros.

Tailandia fue el lugar ideal para hacerlo, aquí realizamos sin mayores problemas y burocracias los trámites de visado para los siguientes países and ser visitados. Por supuesto finalmente contábamos con una buena conexión de internet, y hermosas playas prácticamente a la puerta del hotel. En particular, los visados necesarios necesitan mucho más tiempo de lo esperado. Que en la expedición de visados, no todo es transparente y, a menudo fluye „dinero extra“ hemos aprendido ya en otros países. Se necesita especialmente mucha paciencia, si después de haber hecho cola algunas horas llegas finalmente a la ventanilla de visados y te envían de nuevo a llenar la solicitud sólo porque han cambiado „de la noche a la mañana“ las regulaciones del visado y esta dice que debe ser llenada con bolígrafo negro y no con azul. Por ventaja hemos aprendido mucho sobre la serenidad budista, la cuál nos ha ayudado en estas situaciones.

Mientras nuestras solicitudes de visado estuvieron siendo procesadas en Bangkok, viajamos a varias islas al sur de Tailandia. Aquí ( Krabi) encontramos las más bellas playas de arena blanca y agua turquesa, bordeadas de palmas de coco y acantilados de piedra caliza. La playa de la película „la playa“ (con Leonardo di Caprio) es justamente considerada como uno de las más bellas del mundo.

Aquí nos dedicamos mucho tiempo a leer o crear la página web de „nuestra“ escuela en Myanmar (www.aungmyaeoo.com). Pero para ser honestos, a pesar de las hermosas playas, nos dimos cuenta muy rápidamente de que Tailandia no es definitivamente nuestro destino de viaje. El turismo de masas barato en los últimos años ha cambiado la cara de Tailandia demasiado fuerte, por no decir lo ha destruido. Pizzas y hamburguesas son más fácil de encontrar que una buena y auténtica comida tailandesa. Y bueno aquí encuentras todo tipo de partys (luna llena, media luna, luna nueva, etc) las cuáles cambian completamente el ritmo, las noches se convierten en días y atrae a masas y masas de party-turistas. Todas las historias y rumores sobre el turismo sexual tailandés que hemos visto en documentales, fueron lamentablemente confirmarmadas con nuestros propios ojos. Pero cada uno lo suyo, y sin duda este no es nuestro mundo.

Además, estuvimos enfermos por primera vez en el viaje y reposo fué necesario. Sin embargo, disfrutamos del sol y el mar y la extravagante y vibrante ciudad de Bangkok, pero para nosotros fué casi como un regalo de Navidad, el poder viajar el 24 de diciembre en avión hacia Hanoi (Vietnam).

Con todas las visas necesarias, bien descansados y gracias a una invitación para un almuerzo con una familia tailandesa – pudimos hacer una experiencia personal con los „locales“ la cuál se mantendra en nuestras memorias. En pocas palabras: Estábamos listos para una nueva aventura en Vietnam!