Südkorea: Nothing to see but VERY nice to be!!!

Ganz klar: Der Titel ist übertrieben! Aber er fasst unsere Südkorea-Erfahrung am besten zusammen. Die Sehenswürdigkeiten hauen einem nicht aus den Socken, sind aber trotzdem interessant anzuschauen. Die Bergen sind hoffnungslos überfüllt mit Wanderern (sieh Artikel „unser schlimmstes Wandererlebnis“). Was uns aber immer in Erinnerung bleiben wird, und was Südkorea als Reiseziel absolut wertvoll und empfehlenswert macht, ist die Herzlichkeit der Menschen.

Seoul

Seoul

Aus den ursprünglich geplanten zwei Tagen in Seoul wurden deren fünf: Wir konnten uns einfach nicht lösen von der „Gastfamilie“, bei der wir wohnen durften. „Mami“ Rebecca verwöhnte uns täglich mit der ganzen Bandbreite der koreanischen Küche, mit „Papi“ Tom und „Sohn“ Richard ging es Sonntags in die Berge, und jeden Abend sassen wir zusammen und sprachen bis tief in die Nacht übers Reisen, Gott und die Welt.

One of our very very best Korea-memories: Our Host-Family in Seoul

One of our very very best Korea-memories: Our Host-Family in Seoul

Natürlich besuchten wir auch Gangnam, das wohl berühmteste Stadtviertel von Seoul, welches für seine trendigen Lokale und Einkaufsmeilen bekannt ist.

Gangnam (Stadtviertel von Seoul) by night

Gangnam (Stadtviertel von Seoul) by night

Von Seoul aus unternahmen wir einen Ausflug zur „DMZ“ (Demilitarized Zone), sprich dem streng bewachten Grenzstreifen zu Nordkorea. U.a. besuchten wir eine Plattform, von der man mit Feldstechern über die Grenze zum „bösen Nachbarn“ blicken konnte. Auf der anderen Seite waren nordkoreanische Soldaten zu erkennen, die ebenfalls mit Feldstechern die südkoreanische Grenze beobachteten. Einfach nur lächerlich und traurig, und schade dass es heutzutage immer noch solche Feindseligkeiten zwischen Ländern gibt! (Übrigens: Verschiedene Südkoreaner haben uns berichtet, dass sie Nordkorea überhaupt nicht als Bedrohung sehen: Im Gegenteil, sie lachen sogar über den „kleinen aggressiven Nachbarn, der es nötig hat mit Atomwaffen auf sich aufmerksam zu machen!“)

Blick nach Nordkorea

Blick nach Nordkorea

Unsere zweite Destination war Sokcho, eine kleine Stadt an der Ostküste, welche vor allem durch die rohen Fisch-Spezialitäten und den Seoraksan-Nationalpark bekannt ist. Den rohen Fisch kriegten wir zufällig auf der Spitze des dritthöchsten Berges Südkoreas zum probieren, als uns eine Gruppe Wanderer spontan zum Mittagessen einlud. Diese Einladung war nicht die letzte – immer wieder erlebten wir, dass uns die Koreaner einfach so einluden, uns etwas zum probieren gaben oder uns mit kleinen Geschenken überraschten. Es ist schlichtweg unglaublich schön, wie offen und grosszügig die Südkoreaner gegenüber Fremden sind!

Seoraksan National Park

Seoraksan National Park

Überhaupt haben wir hier viel Zeit mit Wandern in den wunderbar herbstlich gefärbten Nationalparks verbracht. 8-stündige Bergwanderungen (bei denen man am besten den Menschenmassen entfliehen kann) gehörten fast schon zur Tagesordnung.

Eine ganze Woche verbrachten wir in Jeju, einer Vulkaninsel südlich von Korea. Neben den obligatorischen Wanderungen (u.a. auf den Mount Hallasan, mit 1950 Metern der höchste Gipfel Südkoreas) erkundeten wir die Insel vor allem per Scooter.

Mount Hallasan (Jeju Island)

Mount Hallasan (Jeju Island)

Südkorea ist ein sehr modernes und gut organisiertes Land. Die Landschaft ist mehrheitlich hügelig, grün und gepflegt. Die Städte sind sauber und überschaubar. Als Tourist findet man sich bestens zurecht: Überall gibt es Touristeninformationen, die einem gratis mit Kartenmaterial und Infos weiterhelfen. Und da viele Leute hier auch Englisch sprechen, ist es wirklich einfach zum reisen. Interessant ist auch das Essen: Zu jedem normalen Menü gehören mindestens 5 Teller mit kleinen Beilagen in allen Farben und Geschmacksrichtungen sowie eine Suppe. Zugegeben: An manche Speisen muss man sich gewöhnen. Aber nach China sind wir diesbezüglich schon sehr abgehärtet.

Korean Food

Korean Food

Eigentlich wären wir gerne länger in Korea geblieben. Nicht wegen den Sehenswürdigkeiten, sondern wegen den Menschen. Leider war es schlussendlich aber eine Budgetfrage, da die Kosten für Transport, Übernachtungen und vor allem auch das Essen sehr hoch sind (Lebensmittel in der Schweiz sind deutlich günstiger!)

Ausserdem macht sich hier im Norden langsam der Winter bemerkbar. Und da wir beide nun wirklich nicht für die Kälte geschaffen sind, geht unsere Reise in in Richtung Südostasien in die Wärme: Myanmar (Burma) heisst unser nächstes Ziel. Von Busan, der zweitgrössten Stadt Südkoreas, fliegen wir am 2. November in dieses anscheinend überaus faszinierende Land, welches sich erst vor wenigen Jahren dem Tourismus öffnete.

Myanmar soll betreffend Infrastruktur noch ziemlich zurückgeblieben sein. Was wir zwischen Tempeln, Buddha-Statuen und Pagoden sonst noch alles erleben – ihr werdet es erfahren, sobald wir das nächste Mal gute Internetverbindung haben (evtl. erst im Dezember wenn wir im nächsten Land sind).

 

Herzliche Grüsse

Silvan & Veronica

Scooter Tour in Jeju Island

Scooter Tour in Jeju Island

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