Quer durch Russland

Eines müssen wir gleich vorwegnehmen: Die Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn ist ein wunderbares Erlebnis! Während man durch traumhafte sibirische Landschaften fährt, hat man genügend Zeit zum Lesen, Schreiben, Essen, Trinken, Schlafen… und einfach die ganz lockere Atmosphäre zu geniessen, die in diesen Zügen herrscht. Sofort ist man in Kontakt mit anderen einheimischen Reisenden. Es wird geplaudert (wir staunten selber, wie wir teilweise über 3 Stunden mit Russen plauderten, ohne dass sie unsere oder wir ihre Sprache sprechen), gegessen (egal was man hat – es wird geteilt!) und… natürlich getrunken! Nur wenige Stunden nachdem wir aus dem Bahnhof von Moskau rausgefahren sind, wurden wir zum ersten Vodka eingeladen. Und natürlich blieb es nicht nur beim einen. Zu jedem Vodka gehören auch diverse Rituale: Anstossen, Handschläge, Umarmungen, Küsschen… Die Tage im Zug waren wirklich ein unvergessliches Erlebnis!

 

Den ersten Zwischenstopp legten wir in Novosibirsk, der Hauptstadt Sibiriens ein. Novosibirsk ist eine dieser Städte, die man wirklich nicht gesehen haben muss. Aber nach 55 Stunden im Zug war es gut, mal die Beine zu vertreten. Spannender war eine Nachbarstadt von Novosibirsk: Dieser Ort liegt total im Wald versteckt. Es ist kein Witz: vor lauter Bäumen haben wir die Gebäude dieser Stadt beinahe nicht gefunden!

 

Ein Juwel der ganz besonderen Klasse ist „Sibiriens Meer“, der Baikalsee. Abgesehen von zwei sehr kleinen Touristenorten trifft man entlang der 2000 km langen Küste praktisch nur auf unberührte Natur und kristallklares (aber eiskaltes) Wasser. Hier einige interessante Fakten zu diesem riesigen See:

  • Der Baikalsee ist über 600 km lang und bis zu 80 km breit. Seine Oberfläche entsprich etwa der Fläche von Belgien.
  • der Baikalsee ist mit über 1600 m Tiefe der tiefste See der Erde.
  • Würden alle Flüsse der Erde ins leere Becken des Baikalsees fliessen, würde es ein Jahr dauern, bis der See gefüllt wäre!
  • 22 % des Süsswasservorrats der Erde ist im Baikalsee gespeichert

Am See und in dessen Umgebung haben wir 7 Tage mit Wandern, Schiff fahren und ganz einfach relaxen verbracht. 4 Tage davon waren wir auf der Insel Olchon, welche bekannt ist für ihr mildes Klima: Im Winter wird es auf dieser Insel „nur“ gerade – 30 Grad kalt…

 

Leider geht unser Russland-Abenteuer schon morgen zu Ende. Unser Fazit: Der schlechte Ruf, der dieses Land hat und die negativen Vorurteile sind völlig ungerechtfertigt. Nicht nur wir denken so: Wir haben mit diversen anderen Travellern gesprochen, die genau die gleichen (positiven) Erfahrungen wie wir gemacht haben. Wir würden jederzeit wieder nach Russland reisen – auch im Winter! Vielleicht dann aber nur auf die „wärmere“ Insel Olchon 😉

 

Ab Morgen wird die Mongolei unser neues „Heimatland“ sein. Was wir zwischen Jurten und Kamelhöckern alles erleben, erzählen wir dir, sobald wir das erste Mal Internetverbindung haben. Bleib dran!

 

Liebe Grüsse,

Silvan & Veronica

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